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  • Interviews
Gespräch mit der Lehrerin und SchülerWERK-Koordinatorin Christin Kitschajew-Litzke

Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung gehören für mich zusammen

Jessika Doege (links) und Christin Kitschajew-Litzke © Förderverein Beuditz-Sekundarschule e. V.

Engagement ist an so vielen Ecken und Kanten unserer Gesellschaft nötig. Da kann man überhaupt nicht werten, nicht höher einschätzen, alle Aktivitäten sind wichtig. Im Bildungssektor engagieren sich viele Pädagoginnen und Pädagogen nach Kräften. Eine davon, Christin Kitschajew-Litzke, traf mit Ahoi-Redakteur Volly Tanner zusammen, der sie natürlich sofort befragte. Schließlich steht Frau Kitschajew-Litzke mit ihrem Team und ihren Schülerinnen und Schülern auch ehrenamtlich in Weißenfels dem SchülerWERK vor, welches den jungen Leuten Zusammenhänge wirtschaftlicher Natur im Praxistest und ganz hautnah erlebbar macht. Ein Projekt, das absolut zur Nachahmung empfohlen wird!

Ahoi: Guten Tag Christin Kitschajew-Litzke. In der Weißenfelser Innenstadt, gleich neben dem Brauhaus, gibt es seit einigen Tagen viel Bewegung. Hier entsteht gerade das SchülerWERK Weißenfels als Projekt der Beuditzschule. Da müssen wir jetzt mal die Hintergründe abgrasen. Erste Frage: Was machen Sie selbst beim SchülerWERK? Sie sind ja keine Schülerin, denke ich mal.

Christin Kitschajew-Litzke: Nein, Schülerin bin ich tatsächlich nicht mehr. Ich bin Lehrerin an der Beuditzschule Weißenfels und Vorstandsvorsitzende des gemeinnützigen Fördervereins Beuditz Sekundarschule e.V. Gemeinsam mit meiner Kollegin Jessika Doege leite ich das SchülerWERK. Ich kümmere mich um die Projektleitung, die Beantragung von Fördermitteln, den Aufbau von Kooperationen mit Unternehmen und Institutionen sowie um die organisatorische und pädagogische Begleitung des Projekts.

Ahoi: Und wo kam die Idee dafür her? Welche Intention gab es?

Christin Kitschajew-Litzke: Die Idee entstand tatsächlich während eines Familienausflugs. Ich war gemeinsam mit meinem Mann und meiner Tochter im Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln und wir haben dort Keramik bemalt. Dabei kam mir der Gedanke, wie schön es wäre, ein solches Angebot nach Weißenfels zu holen und gleichzeitig mit einer Schülerfirma zu verbinden.

Zur gleichen Zeit hatten Jessika Doege und ich bereits die Idee, eine Schülerfirma an der Beuditzschule aufzubauen. Uns war schnell klar, dass wir dafür zunächst einen Förderverein benötigen. Also haben wir gemeinsam den Förderverein Beuditz Sekundarschule e.V. gegründet. Ich bin Vorstandsvorsitzende des Vereins, Frau Doege übernimmt das Amt der Schatzmeisterin.

Unser gemeinsames Ziel war es von Anfang an, Schule praxisnah zu gestalten. Jugendliche sollen wirtschaftliche Zusammenhänge nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern selbst erleben, Verantwortung übernehmen und eigene Entscheidungen treffen.

Ahoi: Können Sie das SchülerWERK ein bisschen näherbringen? Was wird denn gewerkt?

Christin Kitschajew-Litzke: Das SchülerWERK ist ein außerschulischer Lern- und Begegnungsort. Herzstück wird ein Keramikmalstudio sein. Familien, Kinder, Gruppen und Schulklassen können Keramik bemalen und ihre fertigen Werke später bei uns abholen. Zusätzlich entsteht ein kleiner Cafébereich mit Getränken und eine Verkaufsfläche für Produkte, die von den Schülerinnen und Schülern selbst hergestellt werden.

Das Besondere ist jedoch, dass die Jugendlichen den gesamten Laden gemeinsam mit uns aufbauen und später auch mitführen. Sie beschäftigen sich mit Einkauf, Kalkulation, Marketing, Buchhaltung, Kundenservice und Veranstaltungsplanung. Sie lernen also direkt im echten Leben, wie ein Unternehmen funktioniert.

Ahoi: Und wann ist geöffnet? Und für wen sind die Angebote da?

Christin Kitschajew-Litzke: Die offizielle Eröffnung findet am 1. September 2026 statt.

Das Keramikmalstudio richtet sich an alle Menschen. Familien, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Vereine oder Unternehmen können unsere Angebote nutzen. Gleichzeitig soll das SchülerWERK künftig auch für Praxislerntage und Schulpraktika genutzt werden und so zu einem festen Bestandteil der Berufsorientierung an unserer Schule.

Ahoi: Wer ist denn alles involviert? Und wo kommen die jungen Leute her? Gab es einen Kurs oder Workshop vor Gründung?

Christin Kitschajew-Litzke: Mit dabei sind Schüler der Beuditzschule Weißenfels aus verschiedenen Klassenstufen (zumeist Klassestufe 7. bis 10., jüngere Schüler sind eine absolute Ausnahme)

Begleitet wird das Projekt von mir und meiner Kollegin Jessika Doege. Sie leitet das Technik-, Hauswirtschaft-, Wirtschaft- und Informatikzentrum der Beuditzschule und bringt ihre langjährige Erfahrung in den Bereichen Wirtschaft und Organisation ein.

Einen speziellen Kurs vor der Gründung gab es nicht. Das SchülerWERK ist Schritt für Schritt gemeinsam mit den Schülern entstanden. Sie wurden von Anfang an in die Planungen einbezogen und erleben nun hautnah, wie aus einer Idee ein echter Betrieb wird.

Ahoi: Gibt es Unterstützung? Beispielsweise von IHK oder Stadt? Wer hilft denn womit konkret?

Christin Kitschajew-Litzke: Ja, und dafür sind wir unglaublich dankbar. Ohne die Unterstützung vieler Menschen und Unternehmen wäre das SchülerWERK in dieser Form nicht möglich. Von Beginn an haben zahlreiche regionale Unternehmen an unsere Idee geglaubt und uns sowohl finanziell als auch mit Sachspenden und handwerklicher Unterstützung geholfen.

Besonders bedanken möchte ich mich für die Geld- und/oder Sachspenden bei: Wiesecker Group, WVW Weißenfels, Sparkasse Burgenlandkreis, Stadtwerke Weißenfels, EDEKA Zeidler, Elektro Altwein, den Weißenfelser Malermeistern, Simon Werbung & Elke Simon-Kuch, Burgheider Keramikshop, dem Hauseigentümer Gerald Kraft, Vodafoneshop Sebastian Wacker, Allianzversicherung Proschwitz, ETL Freund & Partner Steuerberatung in Naumburg (Claudia Lempke).

Jeder einzelne Beitrag hat dazu beigetragen, dass aus einer Idee Schritt für Schritt Realität wird. Darüber hinaus begleitet uns Gründerkids Sachsen-Anhalt mit fachlichem Wissen und wertvollen Impulsen rund um das Thema Unternehmensgründung und wirtschaftliches Handeln.

Zudem erfahren wir Unterstützung durch die Stadt Weißenfels, den Burgenlandkreis und die IHK Halle-Dessau, die unser Projekt von Beginn an begleiten und uns bei der Umsetzung unterstützen.

Ein besonderer Meilenstein war der Wettbewerb RevierPionier. Den Förderantrag hat meine Kollegin Jessika Doege ausgearbeitet und eingereicht. Mit unserem Konzept konnten wir die Jury überzeugen und in der höchsten Preiskategorie gewinnen.

Zusätzlich wurden wir von youstartN mit 2 x 1.000 Euro für den Aufbau des SchülerWERKs gefördert. Ich finde es beeindruckend, wie viele Menschen und Unternehmen unsere Idee unterstützen. Das zeigt uns, dass das SchülerWERK nicht nur ein Schulprojekt ist, sondern ein Projekt für die gesamte Region.

Ahoi: Wenn junge Menschen an unser wirtschaftliches System herangeführt werden, hat das ja auch damit zu tun, den Respekt vor richtiger Arbeit zu erhöhen und Zusammenhänge erlebbar und begreifbar zu machen. Wie sind die Reaktionen bisher? Etwa aus der Elternschaft …

Christin Kitschajew-Litzke: Die Resonanz ist bisher überwältigend positiv. Einige Eltern berichten, dass ihre Kinder mit großer Begeisterung dabei sind und sich auf jede neue Aufgabe freuen.

Die Jugendlichen erleben zum ersten Mal, welche Verantwortung hinter einem Unternehmen steckt. Sie merken, dass Planung, Zuverlässigkeit, Teamarbeit und wirtschaftliches Denken notwendig sind, damit ein Betrieb funktioniert. Genau diese Erfahrungen lassen sich im Unterricht nur schwer vermitteln.

Bereits während der Renovierung des Ladens haben unsere Schüler unglaublich viel gelernt. Sie haben Tapeten entfernt, Wände abgeklebt und abgeschliffen, Wände gestrichen, Regale aufgebaut und den Laden Stück für Stück selbst mitgestaltet. Dabei haben sie nicht nur handwerkliche Fähigkeiten entwickelt, sondern auch gelernt, sorgfältig zu arbeiten, sich gegenseitig zu unterstützen und gemeinsam Verantwortung für ein großes Projekt zu übernehmen.

Ich finde es schön zu beobachten, wie stolz die Jugendlichen auf das sind, was sie gemeinsam geschaffen haben. Sie sehen jeden Tag, wie aus einem leeren Laden Schritt für Schritt ihr eigener Lern- und Begegnungsort entsteht. Dieses Gefühl kann kein Schulbuch vermitteln. Genau diese praktischen Erfahrungen machen das SchülerWERK für mich so wertvoll.

Ahoi: Das SchülerWERK braucht ja auch einen rechtlichen Rahmen, schließlich werden Umsätze erzielt. Wie ist das bei Ihnen gestaltet?

Christin Kitschajew-Litzke: Das SchülerWERK ist Teil des gemeinnützigen Fördervereins Beuditz Sekundarschule e.V.. Bevor wir die Schülerfirma gegründet haben, haben wir zunächst den Förderverein ins Leben gerufen. Er ist heute Träger des Projekts und übernimmt die rechtliche, organisatorische und finanzielle Abwicklung. Die Schülerfirma selbst ist kein eigenständiges Unternehmen, sondern ein Bildungsprojekt des Fördervereins. Das SchülerWERK wird innerhalb des Fördervereins als Zweckbetrieb geführt. Damit schaffen wir einen rechtssicheren Rahmen, in dem unsere Schüler wirtschaftliche Abläufe praxisnah kennenlernen können. Alle Einnahmen und Ausgaben werden über den Förderverein ordnungsgemäß abgewickelt und dokumentiert. Die Einnahmen dienen in erster Linie dazu, die laufenden Kosten des SchülerWERKs zu decken und den Bildungsauftrag des Projekts zu erfüllen. Mögliche Überschüsse fließen entsprechend der Gemeinnützigkeit wieder in die satzungsgemäßen Zwecke des Fördervereins. Für mich ist dabei besonders wichtig, dass unsere Schüler nicht nur theoretisch lernen, sondern echte Verantwortung übernehmen. Der Förderverein schafft dafür den rechtlichen und organisatorischen Rahmen.

Ahoi: Und was geschieht mit dem hoffentlich entstehenden Gewinn?

Christin Kitschajew-Litzke: Unser Ziel ist nicht, Gewinne zu erzielen. Die Einnahmen dienen zunächst dazu, die laufenden Kosten wie Miete, Material oder Personalkosten zu decken. Sollten darüber hinaus Überschüsse entstehen, möchten wir diese für soziale Zwecke einsetzen und beispielsweise Kinderhospize sowie Kinderheime unterstützen.

Ich finde, gerade das ist eine wichtige Botschaft für unsere Schüler. Wirtschaftlicher Erfolg und gesellschaftliche Verantwortung gehören für mich zusammen.

Ahoi: Gibt es Sonderaktionen? Etwa zum Stadtfest?

Christin Kitschajew-Litzke: Soweit bin ich in der Planung ehrlich gesagt noch gar nicht. Im Moment hat für mich die Eröffnung des SchülerWERKs am 1. September 2026 oberste Priorität. Bis dahin gibt es noch unglaublich viel zu tun. Der Laden muss fertig eingerichtet werden, Abläufe müssen geplant und gemeinsam mit den Schülern erarbeitet werden und wir möchten unseren Gästen von Anfang an ein schönes Erlebnis bieten.

Natürlich habe ich viele Ideen für die Zukunft. Ich kann mir gut vorstellen, Ferienangebote, Kreativnachmittage oder besondere Aktionen für Familien anzubieten und uns auch an Veranstaltungen in Weißenfels zu beteiligen. Aber zunächst möchten wir erfolgreich eröffnen und den laufenden Betrieb etablieren. Alles Weitere wird sich Schritt für Schritt entwickeln. Ich habe in den vergangenen Monaten gelernt, dass man ein Projekt dieser Größenordnung nicht bis ins kleinste Detail vorausplanen kann. Man braucht eine Vision, aber genauso wichtig ist es, flexibel zu bleiben und gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern auf neue Ideen und Entwicklungen zu reagieren. Genau das macht das SchülerWERK für mich aus.

Ahoi: Ich traf Sie und eine Schülerin in den Räumen des SchülerWERKs während der Ferien, heißt: die Aktivitäten reichen auch in die Zeit zwischen den Unterrichten. Funktioniert das?

Christin Kitschajew-Litzke: Da wir eine Ganztagsschule sind, stehen mir wöchentlich zwei Unterrichtsstunden im Rahmen des Ganztagsangebots für das SchülerWERK zur Verfügung. In dieser Zeit gehe ich mit den Schülern in den Laden. Dort besprechen wir den aktuellen Stand des Projekts, planen die nächsten Schritte und erledigen die Arbeiten, die gerade anfallen, beispielsweise Reinigungsarbeiten, kleinere Renovierungsarbeiten oder die Gestaltung von Werbematerialien und Designs. Diese beiden Stunden sind jedoch sehr knapp bemessen, denn anschließend haben sowohl die Schüler als auch ich häufig noch Unterricht.

Viele denken, dass ein Projekt dieser Größenordnung automatisch zur Arbeitszeit einer Lehrkraft gehört. Tatsächlich stehen mir dafür lediglich diese zwei Stunden zur Verfügung. Alles Weitere erledige ich ehrenamtlich neben meinem Vollzeitberuf als Lehrerin. Inzwischen sind dafür weit über 300 Stunden zusammengekommen (nach Schulschluss, an Wochenenden und in den Ferien).

Davon zu trennen ist meine Tätigkeit als Vorstandsvorsitzende des Fördervereins Beuditz-Sekundarschule e.V. Diese umfasst die Vereinsführung, die Beantragung und Verwaltung von Fördermitteln, Gespräche mit Sponsoren und Kooperationspartnern sowie rechtliche und organisatorische Aufgaben. Auch diese Arbeit erfolgt vollständig ehrenamtlich und kommt zeitlich zusätzlich hinzu.

Ich wünsche mir, dass Projekte wie das SchülerWERK künftig stärker unterstützt werden. Es ist schade, dass Lehrkräfte, die solche Ideen entwickeln und mit viel Engagement umsetzen, dafür häufig keine zeitliche Entlastung erhalten. Ein Projekt dieser Größenordnung lässt sich nicht in wenigen Stunden nebenbei organisieren. Wenn Schulen innovative Projekte fördern und jungen Menschen echte Lernorte ermöglichen sollen, braucht es dafür aus meiner Sicht auch entsprechende Ressourcen. Ein so großer organisatorischer, pädagogischer und wirtschaftlicher Aufwand sollte nicht ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement beruhen. Ein solches Projekt wäre für mich allein nicht zu stemmen. Deshalb bin ich meinem Mann unglaublich dankbar. Er arbeitet in Vollzeit als pädagogischer Mitarbeiter an der Schlossgartenschule Weißenfels und unterstützt das SchülerWERK mit seinem handwerklichen Geschick und großem Engagement. Gleichzeitig übernimmt er oft die Betreuung unserer sechsjährigen Tochter, wenn ich im SchülerWERK bin. Ohne seine Unterstützung wäre dieses Projekt in dieser Form nicht möglich. Dafür bin ich ihm von Herzen dankbar.

Ahoi: Gab es Schwierigkeiten und Herausforderungen bei der Umsetzung der Idee? Und wie sind Sie damit umgegangen?

Christin Kitschajew-Litzke: Natürlich gab es Herausforderungen. Ein Projekt dieser Größenordnung entsteht nicht von heute auf morgen. Fördermittel mussten beantragt, Sponsoren gefunden, rechtliche Fragen geklärt und viele organisatorische Entscheidungen getroffen werden.

Besonders beeindruckt hat mich dabei die große Hilfsbereitschaft. Viele Unternehmen, Handwerksbetriebe und Unterstützer haben sofort zugesagt und uns mit Geld, Material oder ihrer Arbeitskraft geholfen. Dieses Vertrauen motiviert uns jeden Tag aufs Neue.

Ich habe gelernt, dass man mit einer guten Idee, Ausdauer und den richtigen Menschen an seiner Seite unglaublich viel erreichen kann. Das SchülerWERK ist der beste Beweis dafür.

Ahoi: Warum heißt das Projekt eigentlich „SchülerWERK“?

Christin Kitschajew-Litzke: Den Namen haben unsere Schüler selbst ausgesucht. Das war mir von Anfang an unglaublich wichtig. Ich wollte nicht, dass wir Erwachsenen einen Namen festlegen, sondern dass die Jugendlichen selbst entscheiden. Schließlich ist es ihre Schülerfirma, ihr Lernort und ihr Projekt.

Wir haben gemeinsam Ideen gesammelt und verschiedene Vorschläge diskutiert. Am Ende haben sich die Schüler für den Namen „SchülerWERK“ entschieden. Ich finde, der Name passt perfekt. Zum einen wird hier ganz praktisch etwas geschaffen und gestaltet. Zum anderen steht das Wort „Werk“ für das gemeinsame Wirken. Jeder bringt seine eigenen Stärken, Ideen und Fähigkeiten ein und trägt dazu bei, dass das Projekt gelingt. Vor allem aber identifizieren sich die Schüler mit dem Namen, weil sie ihn selbst ausgewählt haben. Genau das war mein Ziel. Das SchülerWERK soll nicht mein Projekt sein, sondern ihr Projekt. Ich begleite sie auf diesem Weg, aber gestaltet und mit Leben gefüllt wird es von den Jugendlichen selbst. Genau darauf bin ich besonders stolz.

Ahoi: Dann wünschen wir Ihnen viel Erfolg und vor allem auch Freude beim Handeln.

Christin Kitschajew-Litzke: Ich wünsche mir, dass das SchülerWERK ein Ort wird, an dem junge Menschen entdecken, was in ihnen steckt. Ein Ort, an dem sie Verantwortung übernehmen, Selbstvertrauen gewinnen und erleben, dass ihre Ideen etwas bewirken können.

Für mich geht es beim SchülerWERK um weit mehr als wirtschaftliche Bildung. Natürlich lernen die Jugendlichen, wie ein Unternehmen funktioniert. Viel wichtiger ist für mich aber, dass sie erfahren, was sie gemeinsam erreichen können.

Sie erleben, dass ihre Ideen ernst genommen werden, dass sie Herausforderungen meistern und dass sie mit Engagement, Ausdauer und Teamgeist etwas Bleibendes schaffen können. Mein größter Wunsch ist, dass unsere Schüler irgendwann einmal sagen: „Das SchülerWERK hat mich geprägt. Dort habe ich gelernt, an mich selbst zu glauben.“

Wenn uns das gelingt und wir gleichzeitig einen Ort schaffen, der Menschen zusammenbringt, die Weißenfelser Innenstadt belebt und zeigt, welches Potenzial in unseren Jugendlichen steckt, dann haben wir unser Ziel erreicht.

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