Holzschnitt ist ein altes Medium. Und Gabriela Jolowicz schlägt in ihren oft großformatigen Werken elegant und mit feinem Humor die Brücke zwischen Tradition und Gegenwart. So tauchen etwa Ernst Ludwig Kirchner bei McDonald’s, Otto Mueller im Berlin der Gegenwart und die mexikanische Künstlerin María Marín de Orozco als Busfahrerin auf.
Dafür kopiert die Künstlerin die Figuren im Originalstil und bettet sie in ihre Welten der Gegenwart ein, durchzogen von Werbeschriftzügen, technischen Geräten und Interieurs. Alles in Schwarz-Weiß mit einer Linienführung, die auf Perspektive und Tiefenwirkung angelegt ist. Jolowicz ist Absolventin der Leipziger HGB. Ihr Holzschnitt-Panorama hat sie für die Ausstellung „Pool und Prime“ im Museum für Druckkunst um ein Leipzig-Motiv erweitert. Auch Pools mit ihren die Linien verzerrenden Wasseroberflächen tauchen immer wieder in Jolowicz’ lebendigen, voller Details steckenden Bilder auf.


