Nach zweijähriger Bauzeit wurde die Anstalt im Jahr 1901 eröffnet. Über Jahrzehnte war sie eine der bedeutendsten Einrichtungen zur Behandlung von Tuberkulose, später auch psychischer Erkrankungen. Der wohl bekannteste Psychiatrie-Patient war Daniel Paul Schreber, Sohn des Begründers der späteren Schreber- und Kleingarten-Bewegung, Moritz Schreber.
- Stadtgeschichte
Von der Anstalt zum Wohnquartier

Umstrukturierung
Nach dem Ersten Weltkrieg wurde die Einrichtung zur Sächsischen Landesanstalt für Psychiatrie. Mit den Fortschritten in der Medizin und der Veränderung des Gesundheitswesens verlor die Heilanstalt im Laufe der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts an Bedeutung. Die Einrichtung wurde umstrukturiert.
Nach dem Zweiten Weltkrieg ging die Klinik 1952 in den Besitz der Stadt Leipzig über und wurde zur Krankenanstalt Leipzig Dösen. Später wurde daraus das „Bezirkskrankenhaus für Psychiatrie Leipzig Dösen“ und nach der Wiedervereinigung das „Park-Krankenhaus Leipzig Südost“, welches 1999 von der Rhön-Klinikum AG übernommen wurde. In Leipzig Probstheida wurde ein Neubau errichtet und 2002 die verschiedenen Kliniken auf einem Gelände neben dem Herzzentrum zusammengeführt.

Leipzigs größtes Wohnbauprojekt
Heute erinnern auf dem 14,5 Hektar großen Areal nur noch einige Gebäude an die Historie. Aktuell entsteht hier mit der „Parkstadt Leipzig“ Leipzigs größtes Wohnungsbauprojekt mit 600 modernen Wohnungen in 38 Gebäuden.
Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

