Der Leipziger Markt und das Alte Rathaus bilden seit dem Mittelalter das Zentrum städtischen Lebens. Vom europäischen Handelsplatz über politische Entscheidungsräume bis zum heutigen Kultur- und Begegnungsort verdeutlichen sie die Entwicklung einer Stadt, die Tradition und Wandel vereint.
Bereits im 12. Jahrhundert war der Markt das wirtschaftliche Herz Leipzigs. Hier kreuzten sich bedeutende Handelswege, hier wurden Waren aus Nord- und Südeuropa getauscht, hier entstanden die ersten Messen, die Leipzig später weltberühmt machen sollten.
Inmitten dieses geschäftigen Treibens erhob sich ab 1556 das Alte Rathaus – ein Bau, der nicht nur die politische Macht der Stadt repräsentierte, sondern auch ihren wachsenden Wohlstand. Der Renaissancebau mit seinem charakteristischen Turm diente über Jahrhunderte als Sitz des Rates, als Ort für Gerichtsverfahren, Feierlichkeiten und politische Entscheidungen. Hier spiegelte sich der Anspruch Leipzigs, eine selbstbewusste und wohlhabende Bürgerstadt zu sein.



