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Roboterimbiss im Leipziger Bahnhof

Warum das Robyn's keine Mehrwegverpackungen nutzt

Christian Schneider (l.) und seine Frau stehen im Roboter-Foodspot Robyn's in den Leipziger Bahnhofspassagen.
Christian Schneider (l.) und seine Frau sind mit dem Start des Robyn's zufrieden. © Thomas Fritz

Ende September öffnete Deutschlands erster Roboter-Foodspot im Erdgeschoss der Leipziger Bahnhofspassagen. Auf bis zu acht Kochfeldern bereitet eine Maschine in wenigen Minuten Gemüse Chicken Udon Teriyaki, Ceasar's Salad, Kaiserschmarrn und weitere Leckereien zu. „Wir erreichen zwischen 100 und 150 verkaufte Essen am Tag. Am Wochenende gehen wir in Richtung 180 bis 200“, zieht Geschäftsführer Florian Schneider ein zufriedenes Zwischenfazit.
Überrascht hat den Hamburger, wie viel menschliche Arbeit trotz des Einsatzes der Maschine doch noch nötig ist. „Ich hätte gedacht, dass man weniger hinter dem Roboter ist, um ihn zu beladen“, sagt Schneider. „Das liegt daran, dass wir echt viele Essen produzieren. Dann müssen wir ihm immer wieder Futter geben, damit er kochen kann.“ Wenn sich das Konzept in Leipzig etabliert, kann sich Schneider einen weiteren Standort gut vorstellen. „Die Bahn hat schon Interesse für andere Bahnhöfe signalisiert.“

Kritik an Verpackungsmüll

Kritik aus der grünen Stadtratsfraktion, das Robyn's halte sich nicht an die Verpackungsverordung, sieht Schneider entspannt. Seit 2023 gilt in Deutschland eine Mehrwegangebotspflicht für Gastronomie, Handel und den To-go-Bereich. „Es gibt eine Ausnahmeregel für Automaten und für Verkaufsflächen, die kleiner sind als 80 Quadratmeter“, erklärt Schneider. Zudem hat das Robyn's weniger als fünf Angestellte. „Insofern nehme ich für mich und dieses Konzept in Anspruch, dass es von dieser Verpackungsverordnung befreit ist.“ Ein Mitarbeiter der Umweltbehörde war kürzlich vor Ort und hatte sich über die Begebenheiten informiert.

Pfandsystem für Speisebehälter im Gespräch 

Theoretisch sei der Roboter sogar auf Mehrweg umrüstbar, in Leipzig ist das aber nicht praktikabel. Schneider betont, dass Kunden ihr Essen gern in eine Mehrwegverpackung umfüllen können. Bisher habe das aber fast niemand gewünscht. Und benutzte Verpackungen wieder einsammeln? „Dazu sind wir im Moment nicht in der Lage, weil wir nicht wissen, wie wir es hygienetechnisch handhaben sollten.“ Ein weiteres Problem: In Leipzig existiert anders als bei Flaschen kein System, Speiseverpackungen zurücknehmen. Ein lokales Pfandsystem für Getränkebecher und Behälter für Pommes, Döner, Teigwaren und andere Speisen wird derzeit getestet, wie die LVZ berichtet. Kunden hätten dann die Möglichkeit, ihren Müll in beteiligten Geschäften und Automaten wieder abzugeben – auch im Hauptbahnhof könnte es im kommenden Jahr einen solchen Automaten geben.

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