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  • Stadtgeschichte
Beitrag zur Entstigmatisierung

Patienten von Schreber bis Woyzeck

Thomas Müller leitet das Psychiatriemuseum
Thomas Müller leitet das Psychiatriemuseum © Dimo Rieß

Über psychische Erkrankungen und deren Therapie kursiert manches Klischee. „Wir haben die Möglichkeit, zur Entstigmatisierung beizutragen“, sagt Thomas Müller, Leiter des Sächsischen Psychiatriemuseums in Leipzig.

Er weiß auch, wie das am besten funktioniert: über Lebensgeschichten von Betroffenen. Jeder Mensch sei mehr als nur ein Fall, sagt Müller. Wer den ersten Raum betritt, begegnet den komplexen Biografien von Daniel Paul Schreber, des Erfinders Karl Hans Janke oder des historischen Woyzeck. Offenbar schizophren, wurde er dennoch im Jahr 1824 als Mörder auf dem Leipziger Marktplatz hingerichtet. Sein Leben wird seit der April-Premiere von Büchners „Woyzeck“ auch am Schauspiel Leipzig verhandelt.

Weitere Räume beschäftigen sich mit der Therapiegeschichte und Psychiatrie in der DDR.

Sächsisches Psychiatriemuseum
Mainzer Straße 7
www.psychiatriemuseum.de

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