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„Habibi Funk” Café + Restaurant

Marokkanische Gastfreundschaft

Das „Habibi Funk“ ist von außen so bunt wie seine Speisen. Die Inhaber Jamal-Eddine Mellouk und Hassan Lagzouli servieren ihren Gästen hinter der Graffiti-Fassade an der Zschocherschen Straße Kaffee und Essen wie bei Mama in Marokko.

© Pamela Parche

„Habibi“, das heißt „Freund“. Im Namen eines Cafés klingt das doch sehr einladend. Bereits beim Betreten und beim ersten Blick auf die Karte wird klar: Alles richtig gemacht! Typisch marokkanisches Frühstück mit Fladenbrot und Oliven, frisch belegte Sandwiches, Hummus, Oliven und tolle Dips – das Angebot im „Habibi Funk“ ist extrem ansprechend und es riecht total gut.

Jamal und Hassan erzählen, dass das „Habibi Funk“ seine Entstehung unter anderem den schlechten Erfah­rungen verdankt, die sie selber häufig in Cafés machen mussten. Sie selber begrüßen jeden Gast herzlich und mit einem Lächeln, denn das ist ihre Philosophie: Du bist willkommen, egal, wer du bist und wo du herkommst.

Fühl dich wie zu Hause, bedeutet bei uns: Sei so, wie du bist.Jamal-Eddine Mellouk

Marokkanische Küche - Frei nach alten Rezepten

Jamal und Hassan sind nicht nur Nachbarn, sie kommen auch beide aus dem Süden Marokkos. Dort ha­ben sie ihre Kindheit verbracht, bevor sie vor vielen Jahren nach Leipzig kamen. „Was das Leben dort vom Leben in Deutschland unterscheidet, ist der Gemeinsinn“, berichtet Jamal. „In unserem Ort in Marokko standen alle Türen der Nachbarn offen, wenn man von der Schule nach Hause kam, und es war immer jemand für einen da“, ergänzt Hassan. Diesen Gemein­ sinn leben die Cafébetreiber noch heute: Ihr Gemüse beziehen sie im Gemeinschaftsgarten „Annalinde“ in Lindenau und der Kaffee stammt von kleinen Bauern, die ganzjährig finan­ziell unterstützt werden.

Der spezielle Habibi­ Hummus hat seine eigene Geschichte: So ähn­ lich wurde er früher in den marokka­nischen Schulen von alten Männern gekocht und in Papiertüten serviert, die unter Umständen auch mal aus recycelten Mathearbeiten bestehen konnten.

Musik und orientalischer Lifestyle 

Der „Funk“ im Namen ist nicht nur eine Musikrichtung, die ihren Ur­sprung ebenfalls in Nordafrika hat, sondern spiegelt auch das Lebensge­ fühl von Leichtigkeit und Entspannt­ heit der zwei jungen Gastronomen wider. Das Unternehmen „Gast­freundschaft“ wird übrigens gerade erweitert: Ab 1. Oktober heißt das „Habibi Funk 2“ seine Gäste in der Karl­-Liebknecht­-Straße 114 herzlich willkommen. 

„Habibi Funk“ Café + Restaurant

Zschochersche Str. 2d, tägl. 10 – 22 Uhr

www.facebook.com/CafeHabibiFunk

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