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Stadtgeschichte Teil 82

Literaturbühne mit Tradition

Die Leipziger Buchmesse gehört zu den traditionsreichsten Buchmessen Europas. Was einst als Handelsplatz des Buchdrucks begann, ist heute ein lebendiges Festival für Literatur und Publikum.

Deutsche Buchhändlerhaus in Leipzig 1915
1915 Das Deutsche Buchhändlerhaus in Leipzig ist der historische Sitz des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, der die Leipziger Buchmesse über Jahrzehnte organisiert und geprägt hat. 1943 wurde es bei Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg zerstört. © Postkartenverlag Trinks & Co. / Stadtgeschichtliches Museum

Die Wurzeln der Leipziger Buchmesse reichen bis ins 17. Jahrhundert. Durch seine zentrale Lage im deutschsprachigen Raum wurde Leipzig zu einem wichtigen Treffpunkt des Buchhandels. Bereits 1632 wurden hier mehr Bücher präsentiert als in Frankfurt. Das zeigt ihre frühe Bedeutung.

Im 20. Jahrhundert spielte die Leipziger Buchmesse eine Rolle im ost-westdeutschen Kulturdialog. In der DDR trafen hier Publikationen aus Ost und West aufeinander. Auch in politisch angespannten Zeiten blieb sie ein Ort des Austauschs zwischen Verlagen, Autoren und Lesern. Viele nutzten die Messe, um Kontakte über Grenzen hinweg zu pflegen und Neuerscheinungen kennenzulernen.

Publikum, Vielfalt und Festival

Heute ist die Leipziger Buchmesse der zentrale Frühjahrstreff der Buch- und Medienbranche in Deutschland. Über vier Tage präsentieren mehr als 2.000 Aussteller aus über 45 Ländern ihre Titel.

Parallel findet das Lesefestival „Leipzig liest“ statt. An mehr als 300 Orten gibt es Veranstaltungen, auch in Bibliotheken, Kulturhäusern und öffentlichen Einrichtungen. Das Programm umfasst Buchpräsentationen, Diskussionsforen und thematische Schwerpunkte. Neben literarischen Entwicklungen stehen gesellschaftliche Fragen im Fokus.

Die Messe gilt als etabliertes Branchentreffen und bringt Leser, Autoren und Medienschaffende zusammen.

PRÄSENTIERT VON INDUSTRIEKULTUR LEIPZIG E. V.

Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

www.industriekultur-leipzig.de

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