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  • Stadtgeschichte
Bayerischer Bahnhof

Historischer Bahnhof im Wandel

Der Bayerische Bahnhof zählt zu den ältesten erhaltenen Kopfbahnhöfen Europas. Heute verbinden sich dort historische Bausubstanz, S-Bahn-Anschluss und neue Quartiersentwicklung.

Um 1850: Der Bayerische Bahnhof zählte Mitte des 19. Jahrhunderts zu den auffälligsten Verkehrsbauten Leipzigs. Die Darstellung zeigt den ursprünglichen Bauzustand, als der Bahnhof noch am Stadtrand lag und von offenen Flächen umgeben war.
Um 1850: Der Bayerische Bahnhof zählte Mitte des 19. Jahrhunderts zu den auffälligsten Verkehrsbauten Leipzigs. Die Darstellung zeigt den ursprünglichen Bauzustand, als der Bahnhof noch am Stadtrand lag und von offenen Flächen umgeben war. © SGM Leipzig, Inv.-Nr. S/513/2001

Im Jahr 1842 wurde am südlichen Rand der Leipziger Innenstadt der Bayerische Bahnhof als Kopfbahnhof in Betrieb genommen. Als Ausgangspunkt der Sächsisch-Bayerischen Eisenbahn verband er Leipzig mit süddeutschen Städten wie Hof und Nürnberg.

Der Bahnhof wurde zum wichtigen Umschlagplatz für Waren und Reisende und trug zur wirtschaftlichen Bedeutung der Stadt bei. Die klassizistische Empfangshalle mit ihrem markanten Portikus wurde nach Plänen des Architekten Christian August Eduard Pötzsch errichtet. Charakteristisch sind die klare Fassadengliederung und die monumentale Toranlage.

Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz. Im 20. Jahrhundert verlor der Bahnhof durch die Neuordnung des Bahnverkehrs an Bedeutung. Mit der Verlagerung des Fernverkehrs an den Leipziger Hauptbahnhof ging der Betrieb deutlich zurück. Der Güterverkehr wurde schrittweise eingestellt.

Stilllegung und Neubeginn

Nach der Stilllegung in den 2000er Jahren blieb das Empfangsgebäude erhalten. Seit 2013 ist der Bahnhof mit dem City Tunnel verbunden. Seither halten hier unterirdisch die Linien der S-Bahn. Der Tunnel verbindet den Hauptbahnhof mit dem Bayerischen Bahnhof und schafft eine direkte Nord-Süd-Verbindung durch die Innenstadt.

Das historische Gebäude wird gastronomisch genutzt. Auf dem umliegenden Gelände entstehen Wohnungen, Büros und Grünflächen. Die Neubebauung orientiert sich an bestehenden Sichtachsen. Herzstück soll ein großzügiger Park entlang der Bahntrasse werden.

Präsentiert von Industriekultur Leipzig e. V.

Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

www.industriekultur-leipzig.de

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