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  • Stadtgeschichte
Apelsteine

Gedenken im Stadtbild

Gedenken ist nicht immer monumental: Insgesamt 50 Apelsteine erinnern an Gefechte der Völkerschlacht. Dr. Theodor Apel errichtete sie in den 1860er Jahren – und sie sind bis heute Teil des Stadtbilds.

Um 1907: Apelstein Nr. 37 am Nordplatz. Der runde Kopf signalisiert die Truppenzugehörigkeit zu Napoleon. Finanziert wurden die Steine auf Basis von Spenden oder direkt durch Apel. Zum Zeitpunkt der Völkerschlacht war er gerade einmal zwei Jahre alt.
Um 1907: Apelstein Nr. 37 am Nordplatz. Der runde Kopf signalisiert die Truppenzugehörigkeit zu Napoleon. Finanziert wurden die Steine auf Basis von Spenden oder direkt durch Apel. Zum Zeitpunkt der Völkerschlacht war er gerade einmal zwei Jahre alt. © SGM Leipzig/Hermann Walter, Inv.-Nr. F/6574/2005

Die meisten Leipziger sind schon, ohne es zu wissen, an einem Apelstein vorbeigekommen. Die Denkmäler stehen im gesamten Stadtgebiet und markieren Truppenstandorte der Völkerschlacht.

Vom 16.–19. Oktober 1813 besiegten hier die Truppen der Verbündeten aus Russland, Preußen, Österreich und Schweden Napoleons Armee. Danach zog sich Napoleon mit seinem Militär zurück. Die Schlacht gilt als Wendepunkt der Befreiungskriege.

Die Zeichen der Völkerschlacht

In den 1860er Jahren ließ Dr. Theodor Apel vierundvierzig der Gedenksteine errichten, um die verschiedenen Truppenstationen zu markieren und an die Schlacht zu erinnern. Dabei folgt das Aussehen der Steine einem klaren Muster: Am Kopf ist die Himmelsrichtung markiert. Ist dieser rund, war die Truppe auf Seiten Napoleons; ein spitzer Kopf steht für eine Truppe der Verbündeten.

In der Inschrift sind Name und Datum des Gefechts genannt, auf dem Sockel die Nummer des Apelsteins und der Stifter. Nach Apels Tod wurden sechs weitere Steine gesetzt – der letzte im Jahr 2000. Heute befinden sich durch Eingemeindungen die meisten Standorte in Leipzig. Einige Steine mussten durch Witterung, Bauarbeiten oder Kohleabbau versetzt werden, andere stehen in Museen. Initiativen wie der „Liebertwolkwitzer Verein für lebendige Geschichte“ haben alle Apelsteine digital erfasst und dokumentieren so ihre Standorte.

Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

www.industriekultur-leipzig.de

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