Am 18. Juli lädt der Leipziger Rap-Held HeXer auf der Sachsenbrücke zum Konzert, mit Freunden und Eintritt frei. Eines der Freunde-Ensemble ist die frische hiesige Popjazzentdeckung LIEBESTRUNKEN. Und bevor die Musikjournalistenherde über Leipzig rollt, um LIEBESTRUNKEN auszuquetschen, hat Ahoi-Redakteur Volly Tanner seine Finger ausgestreckt:
Ahoi: Guten Tag, Oliver Feeser. Du bist Teil der Band LIEBESTRUNKEN, die derzeit für Furore sorgt in einschlägigen, musikinteressierten Kreisen. Und nun seid Ihr am 18. Juli auf der Sachsenbrücke Teil des Parkkonzerts vom Rap-Krösus HeXer. Wie kam es, dass Ihr da mitmachen dürft?
Oliver Feeser: Hallo, vielen Dank für die Einladung zu diesem Interview! Wir freuen uns unglaublich auf den 18.07. und hoffen, dort viele Menschen begrüßen zu dürfen. Unser Schlagzeuger Damian und Ich haben Franz (HeXer) damals bei einer Gartenparty kennengelernt und uns auf Anhieb gut verstanden. Wir tauschten uns über alle möglichen Themen aus und kamen in diesem Zug auch auf ein mögliches Parkkonzert. Im Sommer 2024 haben wir mit LIEBESTRUNKEN bereits auf der Sachsenbrücke einen tollen Jam gehabt und eine Verbindung zu diesem vielseitigen und offenen Ort aufgebaut. Dann hatten wir gemeinsam die Idee, dort was auf die Beine zu stellen und so wurde dann ein Schuh draus.
Ahoi: In der Selbstbeschreibung von LIEBESTRUNKEN steht, dass Ihr aus einem Jazzpianisten, einem Drive-Schlagzeuger und einem Soulsänger besteht. Kannst Du uns da bitte mehr erzählen? Wer seid Ihr und wo habt Ihr Euer musikalisches Handwerk gelernt? Jazz impliziert ja irgendwie auch HMT … oder liege ich da falsch?
Oliver Feeser: Du liegst sehr knapp falsch, Ich studiere Jazzklavier an der HFM Weimar. Wir spielen jedoch alle seit unserer Kindheit Klavier, was uns beim Komponieren von neuen Songs mega weiterhilft. Sebastian hat seit ein paar Jahren Gesangsunterricht und Damian spielt neben dem Klavier auch noch Schlagzeug, was er live besetzt. Außerdem werden wir auf der Bühne noch von einem Gitarristen, Luca Perez Duarte, unterstützt. Luca ist jedoch nur bei Konzerten dabei, der Kern der Band sind Damian, Sebastian und ich, der Oliver.
Ahoi: Es gibt erste Songs von Euch im Netz zu hören, die aber doch nach einem ganzen Album schreien. Wie ist denn hier der Stand?
Oliver Feeser: Wir sind grade dabei, eine EP zu produzieren. Die Songs sind schon fast fertig und die Promo-Phase wird bald beginnen.
Ahoi: Ihr produziert selbst, in guter alter DIY-Manier. Ist das Selbstmachen Programm oder wäre auch ein Labeldeal denkbar? Wohin geht die Reise?
Oliver Feeser: Das stimmt, bis jetzt haben wir alles selbst gemacht. An der ein oder anderen Stelle holen wir uns Hilfe dazu, beispielsweise werden wir auf der EP mit externen Producern arbeiten. Ein Bandübernahmevertrag eines Majorlabels ist trotzdem auszuschließen ...
Ahoi: Auf Chartmetric kann man die Anzahl Eurer Streams nachvollziehen. So hat Euer Stück „ist auch okay“ 929.000 Streams und „von dir geträumt“ 547.000, wenn ich das Konzept richtig verstehe. Das ist doch echt fett! Kommt da schon was rum? Ich habe ja überhaupt keine Ahnung, wie das ganze Streaming monetär funktioniert. Kannst Du uns da schlauer machen?
Oliver Feeser: Wir freuen uns mega, dass die Songs so gut ankommen! Man kann sich mit Streams ein kleines Taschengeld dazu verdienen, unsere Haupteinnahmequelle ist allerdings der Live-Bereich. Auch dort organisieren und booken wir alles selbst.
Ahoi: Wenn LIEBESTRUNKEN am 18. Juli die Sachsenbrücke bespielt, was bekommen die Menschen denn geboten???
Oliver Feeser: Die Menschen werden einen energiegeladenen, tanzbaren und stimmungsvollen Abend erleben, den sie hoffentlich noch lang in Erinnerung halten werden.
Ahoi: Danke, Oliver, dass Du Dir Zeit für uns genommen hast und weiter viel Erfolg mit der Musik.


