Grund für den Bau war der Boom der Messestadt im Jahr 1919. Rund 2000 Aussteller wollten in den Messehäusern ihre Waren feilbieten – das Ergebnis war eine restlose Überbelegung. Kurzerhand errichtete man vor dem Alten Rathaus eine Holzhalle, die jedoch nach jeder Messe wieder abgebaut werden musste und die aufgrund ihres Erscheinungsbildes wenig Anklang bei der Bevölkerung fand.
- Stadtgeschichte
Eine weltweite Messe-Sensation


Um das Stadtbild zu verbessern, wurde die Holzhalle unter Mitwirkung des Architekten Peter Behrens mit ansprechender Werbung versehen. Dennoch blieb das alternative Messegebäude unbeliebt, sodass der Stadtrat die Zulassung 1924 endgültig entzog. Die Aussteller der ehemaligen Reklameburg regten den Bau des Untergrundmessehauses an und übernahmen die Hälfte der Baukosten. Die neue, innovative Halle bot Platz für 175 Aussteller und sorgte für eine Rekordmesse mit 314.000 Besuchern.
In den folgenden Jahrzehnten etablierte sich das unterirdische Messehaus als fester Bestandteil von Leipzigs Wirtschaft bis zur Planung der neuen City-Tunnel in Leipzig. Nun musste das Untergrundmessehaus der neuen Bahnstation weichen, einzig der alte Steinbogen am Eingang erinnert an seine lange Geschichte.
Präsentiert von Industriekultur Leipzig e. V.
Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

