Acht Jahre dauerte die Sanierung – jetzt öffnet das Weimarer Stadtschloss wieder seine Tore. Als Teil des UNESCO-Welterbes „Klassisches Weimar“ erinnert das Schloss daran, dass hier einst das Herz des intellektuellen und kulturellen Lebens in Deutschland pulsierte.
Die Wiedereröffnung wird vom 2. bis 4. Oktober mit einem abwechslungsreichen Programm gefeiert. Es gibt Führungen, Vorträge, Mitmach-Aktionen und Musik. Lieder lassen sich mit dem Opernchor des Deutschen Nationaltheaters beim Karaoke anstimmen. Der Eintritt ist das ganze Wochenende frei.
Im Mittelpunkt steht die neue Dauerausstellung „Weimarer Klassik“ in den einstigen Wohn- und Repräsentationsräumen der Herzöge, angefangen bei der Förderung von Geistesgrößen wie Goethe, Schiller, Herder und Wieland. Sie erzählt vom Ideal einer Kunst, die zur Bildung und Entfaltung des Menschen beitragen sollte, und thematisiert die Errichtung von Denkmälern und die politische Deutung der Klassik. Dabei geraten auch historische Brüche im langen 20. Jahrhundert in den Blick. Die Klassik Stiftung Weimar denkt das Schloss mit seiner neuen Ausstellung als einen Ort der Begegnung. Stiftungspräsidentin Ulrike Lorenz spricht von einem „offenen Forum für die Gesellschaft im 21. Jahrhundert“.


