Im Jahr 1814 entstand der erste israelitische Friedhof im Johannistal. Doch als Mitte des 19. Jahrhunderts die Zahl der jüdischen Mitbürger Leipzigs enorm anstieg, wurde im Jahr 1864 der Alte Israelitische Friedhof in der Nähe des Nordfriedhofs in Leipzig begründet.
Hier findet man über 5.500 Grabstätten von jüdischen Leipzigern, die dicht an dicht stehen. Die Grabsteine weisen mit Ortsangaben wie Krakau, Tarnopol oder Brody auf die Herkunft der Bestatteten hin.
Andere Grabstätten ohne Stein sind mit Symbolen wie dem Davidstern gekennzeichnet. Nach den Regeln der jüdischen Religion müssen männliche Besucher eine Kopfbedeckung tragen, sobald sie den Friedhof betreten.
Die Verstorbenen haben an diesem Ort ein ewiges Ruherecht, weshalb die Gräber niemals neu belegt werden dürfen. Aus diesem Grund gibt es in Leipzig auch einen Neuen Israelitischen Friedhof, den man in der Delitzscher Straße findet.



