• Leipzig engagiert sich
Porsche Leipzig

Ein Fussball-Camp für alle

Zum vierten Mal fand im Sommer die inklusive RBL-Fußballschule statt, die von Porsche, RB Leipzig und dem Berufsbildungswerk Leipzig (BBW) organisiert wird.

Ob mit oder ohne Handicap, beim Inklusionscamp geht es vor allem um den Sport © Porsche Leipzig GmbH

Strahlende Kinderaugen, lachende Gesichter und ganz viel Fußball. Schon seit 2014 kooperieren Porsche und RB Leipzig unter dem Motto „Turbo für Talente“ auf vielfältige Weise miteinander, um Kinder und Jugendliche zu fördern.

Eines der gemeinsamen Projekte ist das Inklusionscamp, das einmal im Jahr im Rahmen der RBL-Fußballschule stattfindet. 30 bis 35 Kinder mit und ohne Handicap im Alter zwischen sechs und dreizehn Jahren kommen eine Woche lang zusammen, um Fußball zu spielen. „Auf dem Programm stehen täglich mehrere Trainingseinheiten unter professioneller und altersgerechter Anleitung“, erklärt Ingo Hertzsch aus der Marketing-Abteilung von RB Leipzig. 

Berührumgsängste werden abgebaut

In diesem Jahr fand die vierte Ausgabe der inklusiven Fußballschule als Sommerferienangebot statt. Aus- tragungsort war das Gelände des Berufsbildungswerks Leipzig (BBW), das sich für die bessere Integration von Kindern mit Behinderungen und aus schwierigen sozialen Verhältnissen einsetzt.

„Dass bei dem Camp Kinder mit und ohne Einschränkungen dabei sind, das vergessen die Kinder ganz schnell“, erklärt Hertzsch. „Am Ende geht es einfach darum, zusammen Fußball zu spielen.“ So wird der inklusive Gedanke quasi nebenbei vermittelt – ganz natürlich. Längerfristig können so Berührungsängste verschwinden. „Den Kindern ohne Handicap fällt es dann im Alltag leichter, auf Menschen mit Behinderung einzugehen“, hofft Ingo Hertzsch.

Kinder tragen stolz ihr Teilnehmertrikot

Ein Highlight der Camps ist der Besuch von RB-Maskottchen Bulli. Wenn es der enge Zeitplan erlaubt (und Corona vorbei ist), schauen vielleicht auch ein paar der Bundesliga- Stars vorbei und sorgen für noch strahlendere Gesichter. „Für die Kinder ist die Teilnahme am Camp etwas ganz Besonderes“, sagt Christoph Herzog, Berufsschullehrer im BBW. „Sie tragen auch lange danach noch total stolz ihr Teilnehmertrikot.“

Wie weit sind wir als Gesellschaft bei der Inklusion eigentlich gekommen? „Solange wir noch darüber reden müssen, sind wir noch nicht da, wo wir hinwollen“, sagt BBW-Geschäftsbereichsleiterin Dr. Grit Franke. „Das Ziel sollte sein, dass solche Projekte normal sind.“ Porsche, RB Leipzig und das Berufsbildungswerk geben sich alle Mühe, um diese Vision früher oder später zu verwirklichen. 

Inklusionscamp „Gemeinsam stark“

  • Projekt von Porsche, RB Leipzig und dem Berufsbildungswerk Leipzig
  • die 4. Ausgabe der inklusiven Fußballschule fand im Sommer 2020 statt
  • Programm von Montag bis Freitag 30 bis 35 Kinder pro Camp
  • Fußballschulen-Ausrüstung (Trikot, Hose, Stutzen Trinkflasche)

„Stecken viel Herzblut rein.“

3 Fragen an Claudia Hendrischk, Projektleiterin CSR bei Porsche

Warum engagiert sich Porsche für das Inklusionscamp?

Vielfalt und Chancengleichheit gehören zu unserer Unternehmenskultur, sie sind fest in der Porsche-DNA verankert. Inklusion ist ein wichtiger Teil davon, weil wir gerne Projekte unterstützen.

Welchen Vorteil hat die Kooperation mit RB und dem BBW?

Um noch mehr Inklusionsprojekte fördern zu können, ist es von Vorteil, wenn wir von der Expertise und den Erfahrungen unserer Partner profitieren können. Das Inklusionscamp ist ein gutes Beispiel dafür, wie Bildungsträger, Sportvereine und Unternehmen in Leipzig zusammenarbeiten und damit in Richtung einer inklusiven Gesellschaft gehen. Daher stecken wir viel Herzblut in diese Kooperation.

Wie wird den Kindern Inklusion vermittelt?

Durch das Miteinander. Wir sagen ihnen nicht: Ihr seid das Inklusionscamp. Die Inhalte sind natürlich ein wenig angepasst an die Handicaps der Kinder. Und wenn es ein Kind mit einer Hörschädigung gibt, muss der Schiedsrichter Gebärdensprache können. Ansonsten ist das ein ganz normales Camp, wo es in erster Linie um den Sport geht.

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