1944 flog in Leipzig die kommunistische Widerstandsgruppe um William Zipperer auf. Erst 80 Jahre später, im vergangenen Sommer, wurde die kommunistische Literatur entdeckt, die Zipperer nach der Machtergreifung Hitlers auf dem Dachboden der Leutzscher Straße 13 versteckte. Heute ist die Straße nach ihm benannt. Die Bücher werden in einer kleinen Ausstellung im Stadtgeschichtlichen Museum gezeigt, die das Thema Widerstand würdigt. Zur Ausstellung gehören auch Zipperers Abschiedsbrief und persönliche Fotos.
Der Graveur Zipperer, 1884 geboren, stammte aus Dresden und war 1919 Mitbegründer der Leipziger Ortsgruppe der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD). „Wir erinnern mit der Ausstellung auch daran, dass am 11. und 12. Januar 1945 insgesamt zehn Leipziger Widerstandskämpfer hingerichtet wurden“, sagt Johanna Sänger, Kuratorin für Stadtgeschichte. Die kleine Ausstellung ergänzt das Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ der Dauerausstellung im Alten Rathaus.


