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Leipzigs Wälder

Die 8 besten Orte, um in Leipzig & Region Pilze zu sammeln

Pilze sammeln Leipzig
Leipzig ist wunderbar grün und bietet viel Naherholungsraum © Priska Lachmann

Im Herbst gibt es beinah nichts Schöneres, als mit einer Thermoskanne voller Apfel Cider oder Tee durchs bunte Laub zu rascheln, Pilze zu sammeln und die letzten warmen Sonnenstrahlen zu erhaschen, die durch die Baumkronen glitzern.

„Waldbaden“ ist der neuartige, fancy Begriff für Waldspaziergang. Und soll der Seele und der mentalen Gesundheit guttun. Wir sollten viel mehr im Wald spazieren gehen, ausgetretene Alltagspfade verlassen und wieder, wenigstens ein bisschen, eins werden mit der Natur.

Pilze sammeln in Leipzig & Umgebung

Doch wo in und um Leipzig kann man denn in den Wald gehen? Wir haben 8 Orte in Leipzig und Region zusammengestellt, an denen man Pilze sammeln kann, von klassischen Hotspots bis zu kleinen Geheimtipps.

Der Tannenwald

Vom Reiterhof „Araberhof Lindenthal e.V.“  geht ein kleiner Weg in den Wald hinein. Völlig ruhig, menschenleer und unglaublich idyllisch ist es hier. Geeignet zum Spazierengehen oder noch besser: Für coole BMX-Touren in den alten Wallanlagen. Der Wald ist 251ha groß und wurde früher jahrzehntelang militärisch genutzt.

Im Tannenwald erinnert auch das sogenannte „Denkmal der 53“ an die Ermordung von unter anderem Alfred Kästner in den letzten Kriegstagen 1945.

Der ehemalige Exerzierplatz westlich des Tannenwalds dient derzeit als Weidefläche für Rinder und Exmoor-Ponys, die das ganze Jahr über hier weiden.

Parken: Straße der 53

Der Tresenwald

Richtung Machern, an der B6 gelegen liegt der so genannte Tresenwald. Verblüffend groß ist er, einsam und wunderschön. Ein Spaziergang zum sogenannten Tresenwaldblick bietet sich an. Hier hat man eine schöne Aussicht und ein Ziel. Mitten im Wald liegt der Treseteich und wenn man immer weiterläuft, gelangt man zu den Lübschützer Teichen.

Im Sportpark Tresenwald gibt es ein Restaurant und einen Freisitz für knurrende Bäuche.

Parken: Pehritzscher Weg oder Plagwitzer Weg.

Die Neue Harth

Ein Geheimtipp zwischen Gaschwitz und dem Cospudener See. Südlich von Leipzig, zwischen Gaschwitz und dem südlichen Zipfel des Cospudener Sees, liegt ein Waldgebiet – die Neue Harth bei Zwenkau.

Das auf ehemaligem Tagebaugelände entstandene Areal ist heute ein dicht bewaldetes Naherholungsgebiet, das mit seinen Mischwäldern aus Kiefern, Eichen und Birken ideale Bedingungen für zahlreiche Pilzarten bietet.

Besonders Rotkappen, Maronenröhrlinge und andere Röhrlingsarten lassen sich hier in der feuchten Herbstluft häufig finden.Von Leipzig-Zentrum sind es etwa 15–20 Minuten Fahrt über die B2 Richtung Zwenkau und nach einem entspannten Marsch ist man vom Parkplatz im Pilzgebiet und kann mit der Suche starten.

Parken: Parkplatz Hafen Zöbigker oder auf der Pödelerstraße

Paunsdorfer Wäldchen

Ein kleiner, aber feiner Stadtwald. Das Paunsdorfer Wäldchen liegt im Leipziger Osten, direkt gegenüber dem Paunsdorf Center, und bietet überraschend gute Möglichkeiten zum Pilzesammeln – mitten in der Stadt. Trotz seiner eher überschaubaren Größe ist das Gebiet bei denen beliebt, die nicht weit hinausfahren möchten, um frische Pilze zu finden. Vor allem Steinpilze und Maronen lassen sich hier entdecken.

Parken: Parkplatz "Zum Wäldchen" 04329 Leipzig oder Parkplatz "Wiesenstraße"

Der Colditzer Forst

Circa 45 Minuten von Leipzig entfernt befindet sich dieser große Wald. Colditz gehört zum Landkreis Leipzig. Die Fahrt lohnt sich, auch wenn der Wald, wie beinah überall, in den vergangenen Jahren gelitten hat. Überall verteilt gibt es kleine Parkmöglichkeiten, so dass die Besucher sich gut im Wald verteilen. Es lohnt sich, tief in den Wald hineinzulaufen, wenn man Pilze sucht und in den Genuss eines stundenlangen Spaziergangs kommen möchte. Eins der Ausflugsziele ist der Jägerstein, eine Waldhütte, und das davor stehende, kleine Denkmal. Essen und Kaffee trinken kann man im Waldhaus auf der Lausicker Straße.

Parken: Waldparkplatz Colditz oder Cottaplatz Colditzer Forst

Das Oberholz

Dieser Wald besticht für Kinder vor allem durch seinen wunderschönen Waldspielplatz und die S-Bahn, die regelmäßig fährt und wegen der man an der Schranke warten muss. Auf der anderen Seite des Waldes gibt es Damwild, einen Lehrpfad und einen botanischen Garten.

An den Wochenenden und Feiertagen ist ordentlich was los auf den Waldwegen, nur wochentags herrscht Ruhe und meditative Stille.

Richtig gemütlich wird es im Spätherbst und Winter, wenn man nach dem Spaziergang ausgekühlt eine heiße Schokolade in der Büffeltränke bestellt und dabei ins prasselnde, warme Kaminfeuer starrt.

Parken: Rudolf-Breitscheid-Straße oder Mühlweg

Bienitzer Wald

In Burghausen hinter dem Gewerbegebiet, am Elster-Saale-Kanal liegt der Bienitzer Wald. Der Bienitz selbst ist ein flacher Hügel und der Westhang steht sogar unter Naturschutz. Aus der jüngeren Steinzeit befinden sich hier einige Hügelgräber, vielleicht sogar die ältesten in Nordwestsachsen. Sie sind Denkmäler längst vergangener Tage. Genauso wie die Reste einer sorbischen Wallanlage, auch „Schwedenschanze“ genannt, denn sie wurde im Dreißigjährigen Krieg zeitweilig von den Schweden genutzt. Auch einen Lehrpfad mit Informationen gibt es.

Parken: Bienitzstraße oder Dölziger Straße

Dübener Heide

Wer bereit ist einen etwas weiteren Weg auf sich zu nehmen, der kommt in den Genuss von reichhaltigen Pilzfunden und abwechslungsreichen Wanderungen. Die Dübener Heide erstreckt sich im Südosten Sachsen-Anhalts und Nordwesten Sachsens und gilt als eines der bekanntesten Pilzgebiete in der Region Leipzig.

Die weitläufigen Wälder des Naturgebiets bieten Raum für abwechslungsreiche Landschaften, sowie ideale Bedingungen für ein Pilz-Paradies. Hier gibt es vor allem Steinpilze, Rotkappen, Birkenpilze und Schirmpilze zu finden. Besonders gute Funde gibt es  in der Nähe von Bad Schmiedeberg und Kemberg.

Nach der herbtslichen Pilzwanderung kann man hier auch noch ganz gemütlich auf eine Tasse Tee oder einen vollmundigen Kaffee genießen.

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