Männer- und Frauenschwimmhalle
Das beeindruckende Jugendstilgebäude bestach vor allem durch seine Weiträumigkeit. Dem Badevergnügen frönten Männer und Frauen damals noch in getrennten Schwimmhallen. Das größte Becken war den Herren vorbehalten.
Außerdem gab es im Stadtbad verschiedene medizinisch-therapeutische Angebote und eine Damensauna im maurischen Stil, die inzwischen unter Denkmalschutz steht. Prächtige Säulen und Bögen, filigrane Muster mit Goldverzierungen und dekorative Wandmosaiken versprühen bis heute ein orientalisches Flair aus 1001 Nacht.
In den 1980er-Jahren wurde das Gebäude vor allem im Innenbereich umfangreich restauriert. Dennoch musste das Stadtbad wegen baulicher Mängel im Juli 2004 schließen. Die von den Kommunalen Wasserwerken initiierte Förderstiftung Leipziger Stadtbad bemüht sich seit 2006 um die Sanierung und Wiederbelebung des Hauses.
Heute dient der ehemalige „Badetempel“ als Veranstaltungsort und auch ein Teil des Programms zum weltbekannten Wave-Gotik-Treffens findet hier jedes Jahr statt.