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  • Stadtgeschichte
Kirow-Werke

Aus Neulindenau in die Welt

Die Kirow-Werke in Neulindenau blicken auf über 140 Jahre Industriegeschichte zurück. Aus einer 1880 gegründeten Maschinenbauanstalt entwickelte sich ein weltweit führender Hersteller von Eisenbahnkränen.

1972 Der Blick in die neue Montagehalle der Kirow-Werke. Die großzügige Halle ermöglichte die Montage immer leistungsfähigerer Eisenbahnkrane und unterstreicht die industrielle Bedeutung des Standorts in der DDR. Viele der Kräne wurden exportiert.
1972 Der Blick in die neue Montagehalle der Kirow-Werke. Die großzügige Halle ermöglichte die Montage immer leistungsfähigerer Eisenbahnkrane und unterstreicht die industrielle Bedeutung des Standorts in der DDR. Viele der Kräne wurden exportiert. © SGM Leipzig/Herbert Lachmann

Die industrielle Vergangenheit von Neulindenau prägt das Stadtbild bis heute – und kaum ein Unternehmen steht so sehr für diesen Wandel wie die Kirow-Werke. Ihren Ursprung hat die Firma in einem Maschinenbaubetrieb, den Karl Richard Liebig 1880 in Leipzig-Reudnitz gründete.

Mit dem rasanten Wachstum der Industriestadt verlagerte das Unternehmen seinen Standort nach Plagwitz und entwickelte sich dort zu einem bedeutenden Hersteller von Förderanlagen, Aufzügen und Kränen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Betrieb verstaatlicht und nach dem sowjetischen Politiker Sergei Mironowitsch Kirow benannt. Als Teil des DDR-Schwermaschinenbaus entstanden hier Eisenbahnkräne, die weit über die Landesgrenzen hinaus zum Einsatz kamen.

DDR-Zeit und Neuanfang nach 1990

Die Wiedervereinigung markierte einen weiteren Wendepunkt. Während viele Traditionsbetriebe verschwanden, gelang den Kirow-Werken mit der Spezialisierung auf hochmoderne Krantechnik ein erfolgreicher Neuanfang. Unter dem Namen Techne Kirow GmbH gilt das Unternehmen heute als Weltmarktführer für die Herstellung von Eisenbahnkränen und Schlackentransportsystemen.

Ein sichtbares Symbol für die Verbindung von Industriegeschichte und Gegenwart ist die Niemeyer Sphere auf dem Werksgelände. Die futuristische Kugel zählt zu den letzten realisierten Entwürfen des brasilianischen Stararchitekten Oscar Niemeyer. Mehr dazu in der nächsten Ahoi!

Präsentiert von Industriekultur Leipzig e. V.

Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.

www.industriekultur-leipzig.de

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