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Historisches Gebäude in Leipzig-Plagwitz

Zeitzeugen und Material zur Villa Schurich gesucht

Uwe Oberthuer, Geschäftsführer des Riverboats, vor dem Eingang der denkmalgeschützten Villa Schurich in der Erich-Zeigner-Allee.
Die Villa Schurich im Leipziger Stadtteil Plagwitz. © Thomas Fritz

Uwe Oberthuer steht vor der Villa Schurich in Plagwitz. Der Geschäftsführer des Kulturorts Riverboat zeigt auf ein Ornament über dem Eingang. Die 1926 bis 1927 erbaute, denkmalgeschützte Fabrikantenvilla steht in der Erich-Zeigner-Allee 45. Heute beherbergt sie eine Musik- und Tanzschule. Über dem Eingang stehen die Initialen „A“ und „S“. Sie verweisen auf Alfred Schurich, den Bauherrn und früheren Holzunternehmer. Über sein Leben ist jedoch kaum etwas bekannt. Selbst seine Lebensdaten sind nicht überliefert. Öffentlich bekannte Fotos gibt es ebenfalls nicht.

"Eine interessante Persönlichkeit"

Oberthuer möchte diese Wissenslücken schließen. Für den 100. Geburtstag der Villa plant er im Herbst 2027 eine Ausstellung. Ein kleines Stadtteilfest auf dem Riverboat-Gelände mit Flohmarkt- und Kunsthandwerkerständen soll sie begleiten. Dafür sucht er Zeitzeugen und historische Unterlagen zu Schurich, seinem Unternehmen und der Villa. Gesicherte Erkenntnisse zu weiteren Stationen seines Lebens fehlen bislang weitgehend. Überliefert ist laut Oberthuer, dass Schurich während des Zweiten Weltkriegs Zwangsarbeiter beschäftigte. Nach dem Krieg sei er enteignet worden. 1949 habe er noch in der Villa gewohnt.

Auch zur Geschichte des Gebäudes besteht Forschungsbedarf. Besonders für die DDR-Zeit fehlen bislang Informationen. Oberthuer kann sich deshalb ein Schulprojekt zur Geschichte der Villa und ihrers Erbauers vorstellen. Auch ein Historiker oder andere an der Plagwitzer Lokalgeschichte interessierte Menschen könnten bei der Recherche helfen.

Hinweise zur Villa Schurich: Telefon 0341 1247302, info@riverboat-musikschule.de

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