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Falknerei auf Achse

Winni will’s wissen

Falkner Leonhard Kindermann mit Wüstenbussard Winni © Thomas Fritz

Die Falknerei ist eine der ältesten Jagdtechniken der Menschheit. Im Raum Leipzig gibt es derzeit nur zwei Vogelfreunde, die auf die sogenannte Beizjagd gehen. Einer davon ist Leonhard Kindermann.

„Als Jugendlicher war ich mit meinen Eltern bei einer Flugshow“, erzählt der gebürtige Dresdner von den Anfängen. Er ist seit 2014 Falk- ner und bildet heute an der Jagdschule Leipzig selbst den rar gesäten Nachwuchs aus. Kindermann, im Hauptberuf Seelsorger bei der katholischen Kirche, besitzt einen Wanderfalken, zwei Steinkäuze und den ame- rikanischen Wüstenbussard Winnetou, genannt Winni: ein Kilo schwer, Flügelspannweite 1,30 Meter.

Im Norden Leipzigs ist die Ahoi dabei, als Winni auf Hasenjagd geht. An diesem Tag hat das Duo bei zwei Versuchen kein Glück. „Die Hasen haben ihre Chancen zur Flucht gut genutzt“, sagt Kindermann.

Weil seine Vorführungen im Wildpark wegen Corona dieses Jahr ausgefallen sind, will er künftig mehr Erlebnisbeizjagden anbieten. Im Oktober fand am Dominikaner-Kloster in Wahren erstmals ein Wochenend- kurs unter dem Titel „Mein Leben begreifen“ statt, bei dem sich die Teilnehmer vom Lebensentwurf eines Greifvogels inspirieren lassen und über das eigene Leben reflektieren konnten.

Leonhard Kindermann – Falknerei auf Achse

www.falknerei-auf-achse.de

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