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Wassergut Canitz

„Wasserschutz, der schmeckt“

Auf dem WasserGut Canitz werden seit 1994 Bio-Lebensmittel angebaut. Ziel der Leipziger Wasserwerke ist es, Landwirtschaft und den Schutz des Grundwassers miteinander zu verbinden.

Auf dem WasserGut Canitz bei Thallwitz werden Bio-Lebensmittel angebaut
Auf dem WasserGut Canitz bei Thallwitz werden Bio-Lebensmittel angebaut © Bertram Bölkow/Leipziger Gruppe

Seit mehr als 30 Jahren wird auf dem Gelände ökologische Landwirtschaft betrieben. Bereits 1992 begannen die Leipziger Wasserwerke, wesentliche Flächen im Wassereinzugsgebiet von konventionellintensiver Nutzung auf ökologischen Landbau umzustellen. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pflanzenschutz- und Düngemittel kann zur Verringerung der Nitratbelastung im Boden beitragen.

„Das Prinzip der Vorsorge ist auch aus Kostensicht wirtschaftlicher als eine nachträgliche, technische Wasserreinigung mittels einer Nitrateliminierungsanlage“, erklärt Katja Gläß, Sprecherin der Leipziger Wasserwerke.

Neue Marke für Vermarktung

Im März stellten die Leipziger Wasserwerke eine neue Marke vor, unter der die Produkte aus dem WasserGut Canitz künftig vermarktet werden. Dazu zählen Bio-Kartoffeln, Bio-Zwiebeln und verschiedene Bio-Mehle; die Verfügbarkeit ist saisonabhängig.

Stabile Wasserqualität

Nach Angaben der Wasserwerke soll die Marke den Zusammenhang zwischen Trinkwasserförderung, Ressourcenschutz und Landwirtschaft beim Kauf verdeutlichen. „Wenn ich also diese Kartoffeln kaufe, dann schütze ich zugleich mein eigenes Trinkwasser – eben ,Wasserschutz, der schmeckt’“, sagt Gläß.

Nach Angaben der Leipziger Wasserwerke sind die Nitratwerte in den Böden seit Jahren stabil und liegen unter dem gesetzlichen Grenzwert. „Das hat den Effekt, dass das im benachbarten Wasserwerk geförderte Grundwasser in bestem Zustand aus der Erde kommt und nicht speziell aufbereitet werden muss“, so Gläß. Derzeit sind die Produkte im Hofladen am WasserGut Canitz sowie in drei Biomare-Filialen erhältlich. Weitere Verkaufspunkte sind geplant.

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