Zwischen Oper, Gewandhaus und Kroch-Hochhaus fällt sie leicht aus dem Blick: die goldfarbene, eiförmige Demokratieglocke. Die Bronzeskulptur erinnert an die Friedliche Revolution – nicht nur als Denkmal, sondern auch durch ihren Klang.
Die Idee für ein Kunstwerk zum Gedenken an die Demonstrationen kam 2007 vom ostdeutschen Gießereinetzwerk. Ein Jahr später folgte ein Künstlerwettbewerb. Diesen gewann Via Lewandowsky mit seinem Entwurf einer Glocke mit integriertem Schlagwerk. Eingeweiht wurde sie am 9. Oktober 2009 zum 20. Jahrestag der Friedlichen Revolution.
Zwölf Schläge für die Freiheit
Die Montagsdemonstration vom 9. Oktober 1989 gilt als entscheidender Wendepunkt der Friedlichen Revolution und wichtiger Schritt auf dem Weg zur deutschen Wiedervereinigung. Der Glockenschlag um 18.35 Uhr erinnert an den Zeitpunkt, als die Demonstrierenden nach dem Friedensgebet von der Nikolaikirche auf den damaligen Karl-Marx-Platz, den heutigen Augustusplatz, zogen. Mit den zwölf Schlägen wird symbolisch die Stunde der Demokratie eingeläutet.
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Der Industriekultur Leipzig e. V. bietet Führungen und Vorträge zur Industriegeschichte und -kultur. Einmal im Jahr organisiert der Verein das Industrie | Kultur | Festival – mit Ausstellungen, Lesungen, Konzerten und Filmvorführungen zeigt es die Vielfalt der Industriekultur in Leipzig und Umgebung. Dazu gehören auch die „Tage der Industriekultur“.
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