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Grand Tour von Katalonien

Vom Meer bis zu den Pyrenäen

Die Grand Tour von Katalonien verbindet auf fünf Etappen die Highlights der Region – von Gaudís Meisterwerken bis zu stillen Bergdörfern. Auf einer Pressereise erkundeten wir die neue Art, Katalonien nachhaltig und entschleunigt zu erleben.

Girona war eine bunte Überraschung mit einem historischen Stadtkern © Marion Bröhl

In diesem Jahr präsentiert sich Katalonien als Partnerregion der Messe „Touristik & Caravaning“ in Leipzig. Die Hauptstadt Barcelona zählt längst zu den Top-Adressen für Städtereisende in Europa. Doch Katalonien ist weit mehr als diese – zugegeben wunderschöne, aber mittlerweile recht überlaufene – Stadt: 500 Kilometer Küstenlinie mit breiten Stränden und felsigen Buchten zwischen malerischen Klippen, bis zu 3.000 Meter hohe Berge und dazwischen Geschichte, Architektur und Kultur in kleinen Orten und inspirierenden Städten.

Eine Erlebnis- und Genussreise

Die Grand Tour von Katalonien ist eine etwa 1.500 Kilometer lange Selbstfahrer-Tour, bei der man in fünf Abschnitten alle bedeutenden Sehenswürdigkeiten der Region im eigenen Tempo entdecken kann. Die Strecken eignen sich perfekt für Reisende mit Motorrädern, (Elektro-)Autos oder Campervans – ebenso wie für Gravelbiker. Von Barcelona aus geht es im Uhrzeigersinn durchs Land, vorbei an Sehenswürdigkeiten, Landschaften und jeder Menge kulinarischer Entdeckungen.

Kurztrip zum Appetit holen

Auf Einladung des Catalan Tourist Board durften wir vier Tage lang Katalonien auf den Spuren der Grand Tour erleben und uns von der Vielfalt, dem besonderen Flair und den kulinarischen Schätzen dieser Region überzeugen.

Vom Flughafen Barcelona aus ging es zunächst nach Girona, das mit bunten Fassaden, einer imposanten Kathedrale und dem geschichtsträchtigen jüdischen Viertel überrascht. Als Drehort für Teile der sechsten Staffel von Game of Thrones hat Girona zusätzliche Bekanntheit erlangt. Die schönste Zeit, das zauberhafte 100.000-Einwohner-Städtchen zu besuchen, ist Mitte Mai zur Temps de Flors, dem Blütenfest, bei dem die gesamte Altstadt und der Fluss Onyar in Blütenpracht erstrahlen.

 

Mediterrane Erlebnisse

Weiter ging es Richtung Meer: Im Badeort Palamós erlebten wir am nächsten Vormittag eine wunderschöne Küstenwanderung, bei der hinter jeder Ecke ein neues Fotomotiv wartete. Weiße Fischerhäuschen mit bunten Türen, malerische Buchten und Pinienhaine, dazu der grandiose Blick auf das in der Sonne glitzernde Mittelmeer – Urlaubsfeeling pur. Kurz vor Mittag wartete eine kulinarische Überraschung von La Gastronòmica in einer der Buchten: eine Weinprobe aus der typisch katalanischen Schnabelflasche und Kostproben landestypischer Produkte.

Zurück im Ort bereitete ein kurzer Rundgang durch das Fischmuseum das nächste Highlight vor: Showcooking im Espai del Peix mit lokalen Meeresfrüchten – darunter die berühmten Palamós Shrimps. Jeder Gang war eine Hommage an das Meer; sogar die Schokocreme im Dessert überzeugte in Kombination mit Shrimp-Pulver.

Am Nachmittag stand Kunst auf dem Programm: In Figueres entwarf der berühmteste Sohn der Stadt, Salvador Dalí, noch zu Lebzeiten in einem alten Theater sein eigenes Museum. Das Teatre-Museu Dalí ist ein Muss für Fans des Surrealismus.

 

Luft, Erde, Stadt

Ein wenig surreal war auch das frühe Aufstehen am nächsten Morgen: Vom Parador de Cardona ging es noch vor Sonnenaufgang los zur Fahrt mit dem Heißluftballon. Wer diesen unvergesslichen Blick von oben auf Katalonien und das Montserrat-Bergmassiv einmal erleben möchte, kann bei globuskontiki.com eine Fahrt buchen – absolut empfehlenswert!

Zurück auf festem Boden ging es daran, die Früchte der Erde zu würdigen. Der Weinanbau in Katalonien reicht von der Küste bis ins Landesinnere und von Meeresnähe bis auf rund 800 Meter Höhe. Die Region gilt mit ihren Naturweinen, vor allem aus der Gegend um Tarragona, als eine der spannendsten Weinlandschaften Spaniens. Im Weingut Castell del Remei durften wir hinter die Fässer schauen, über die Reben spazieren und natürlich die hervorragenden Weine probieren.

Eine Stadtführung in Reus an der Costa Daurada führte uns auf die „Ruta del Modernisme“, die Jugendstil-Route mit zahlreichen prachtvollen Bauwerken aus dem frühen 20. Jahrhundert. Berühmtester Sohn der Stadt ist der Architekt Antoni Gaudí, dem Reus heute mit einem eigenen Museum ein Denkmal setzt.

Zum Übernachten ging es wieder bergauf: Im mittelalterlichen Dörfchen Altafulla liegt das Gran Claustre Boutique Hotel, untergebracht in zwei liebevoll restaurierten historischen Gebäuden – ein echter Geheimtipp für alle, die etwas Besonderes suchen.

Kultur und Kulinarik zum Abschluss

Eher kontemplativ begann der letzte Tag der Reise mit einem Besuch des Zisterzienserklosters Reial Monastir de Santes Creus in der Nähe von Tarragona. Mit interaktiven Vorträgen und einem ausgezeichneten deutschen Audioguide wird man hier lebendig durch die Geschichte des Klosters geführt.

Am Meer, mit Blick auf die sanften Wellen und begleitet von köstlichen Meeresfrüchten, durften wir unser letztes gemeinsames Mittagessen genießen – im beliebten Restaurant Villa Casals in Sant Salvador. Ein perfekter Abschluss.

 

Fazit: Katalonien ist viel mehr als Barcelona!

Wer spanische Lebensart und Kultur hautnah erleben will, sollte unbedingt auch das Katalonien jenseits Barcelonas entdecken. Zauberhafte Landschaften, malerische Orte, lebendige Geschichte und eine ambitionierte Landesküche mit frischen Produkten erwarten aufgeschlossene Gäste, die das Besondere suchen – und die Lust haben, sich fernab ausgetretener Touristenpfade zu bewegen.

Die Grand Tour von Katalonien bietet unzählige Möglichkeiten – für Wanderer, Radfahrer, Camper und Feinschmecker gleichermaßen.

Mehr Informationen unter https://www.catalunya.com und https://grandtour.catalunya.com/de/

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