Ab 27. August begrüßt Paris rund 4.500 Athleten zu den Paralympics 2024. Bis zum 8. September messen sich Sportler aus über 180 Nationen bei 549 Wettbewerben in 22 Sportarten. Drei Leipziger sind dabei!
Bei den Paralympischen Spielen kommen die besten Sportler mit einer körperlichen Beeinträchtigung auf Spitzenniveau zusammen. Die Sportstadt Leipzig schickt mit Martin Schulz (Paratriathlon, Startklasse PTS5), Max Gelhaar (Paratriathlon, Startklasse PTS3) und Josco Wilke (Rollstuhlrugby, Startklasse 2.0) drei Hoffnungsträger nach Paris. Geeint in Ehrgeiz und Siegeswillen, sind die Geschichten und Erwartungen unterschiedlich.
Auf Martin Schulz (SC DHfK Leipzig) ruhen nach zwei Goldmedaillen – darunter die erste im Triathlon über die paralympische Distanz (750 Meter Schwimmen, 20 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen) überhaupt –, neun Weltmeisterschaftsmedaillen (Platz 1 oder 2) und 11 EM-Titeln die größten Erwartungen. Mit dem Triple könnte er sich in die Geschichtsbücher eintragen. „Der Druck wird immer mehr – von außen, aber auch von mir selbst. Nach Gold in Rio wollte ich in Tokio eine Medaille und es wurde wieder Gold. Für Paris ist das Ziel, die dritte Goldene fix zu machen“, sagte er zur Verabschiedung Ende Mai in Leipzig.
„Junge Wilde“ und Underdog
Max Gelhaar holte zuletzt bei der WM die Silbermedaille nach drei dritten Plätzen 2017, 2018 und 2022. Der 26-Jährige vom LBRS Leipzig e. V. reist selbstbewusst in die französische Hauptstadt. „Mein Alter ist ein Vorteil, denn die Konkurrenz ist oft älter. Ich kann mich noch entwickeln und das Training zeigt gute Erfolge. Die WM im letzten Jahr lief mit Platz 2 optimal. Ich möchte in Paris Gold holen.“
Ähnlich unbeschwert geht Josco Wilke auf die Reise, der sich mit dem Team Rollstuhlrugby (LBRS Leipzig e. V.) qualifiziert hat. Als „Schlüsselspieler und Leistungsträger“ in der Nationalmannschaft sieht der 23-jährige Leipziger sein Team als Underdog. „Mit dem Ticket für Paris haben wir uns einen Traum erfüllt. Wir stehen in der Weltrangliste auf Platz 10, daher sind wir nicht favorisiert, wollen aber in jedem Fall unser Bestes geben“, so Josco Wilke. Leipzigs Sportbürgermeister Heiko Rosenthal gab zur Verabschiedung das Ziel aus: „Ein Traum wird wahr – Gold für Leipzig!“. Dieses „Trio fantastique“ sollte ihm den Wunsch erfüllen.

