1. April, 3.45 Uhr: Die Astrophysikerin Suzanna Randall verfolgt den Start einer SpaceX-Rakete. Mit ihr fliegt erstmals eine deutsche Frau in den Weltraum. „Wir freuen uns mit Rabea Rogge, ich bin erleichtert, dass alles gut gegangen ist“, sagt Randall, die selbst für eine Raummission trainiert.
Eines ihrer wichtigsten Ziele dabei: „Ich will Mädchen und junge Frauen, die in den MINT-Fächern immer noch unterrepräsentiert sind, für Naturwissenschaft und Technik begeistern. Dafür brauchen wir weibliche Vorbilder.“ Randall erforscht an der Europäischen Südsternwarte die Evolution von Sternen und untersucht sogenannte „Blaue Unterzwerge“, sehr heiße, pulsierende Himmelskörper. Mit Büchern oder der YouTube-Serie „Chasing Starlight“ veranschaulicht sie astrophysikalisches Wissen auch Laien und Kindern.
Ein Grund, warum sie die Ausstellung „Origins“ im Leipziger Kunstkraftwerk unterstützt. „Kunst kann die Fantasie anregen und damit Zugänge zu neuen Welten schaffen“, sagt Randall. „Das gelingt ‚Origins‘ mit freien, von der Wissenschaft inspirierten Visualisierungen. Wir Menschen sind emotionale Wesen, und so entsteht ein intuitiver Zugang.“


