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Index F

Sound nach Plan

Vier Architekten, ein Musiklehrer und eine gemeinsame Idee: Mit Index F ist in Leipzig eine Band entstanden, die vor allem live überzeugen will. Gerade entsteht im Probenraum das neue Album.

Index F ist lieber auf der Bühne unterwegs als im Studio
Index F ist lieber auf der Bühne unterwegs als im Studio © Paula Goos

Die Geschichte von Index F beginnt nicht auf einer Bühne, sondern nach Feierabend. Einige Bandmitglieder arbeiteten damals im selben Architekturbüro. Bei Gesprächen über frühere Bandprojekte entdeckten sie, dass sie eine Leidenschaft teilen – bald trafen sie sich zu ersten Jam-Sessions. Kurz darauf folgte der Lockdown.

Aber eine leerstehende Kneipe, die der damalige Chef als Proberaum zur Verfügung stellte, half dem Projekt dabei, die langen Wochen der Pandemie zu überleben.

Spielen ohne Genregrenzen

Heute stehen die Musiker an einem ganz anderen Punkt. Das erste Album ist veröffentlicht, neue Songs sind bereits in Arbeit. Mit Gitarrist Marcus und Keyboarder Anthony hat sich die Gruppe erweitert. Die Band versteht den Wechsel nicht als Neuanfang, sondern als Entwicklung. Marcus erklärt es so: „Wenn ein neues Mitglied kommt, ist das wie bei einem Maler, der eine neue Farbe erhält.“

Auf ein Genre wollen sich die Leipziger nicht festlegen: Funk, Rock, Indie, Soul oder Alternative. Entscheidend ist, dass die Musik Drive hat, Energie transportiert und vor allem live funktioniert. Mittlerweile arbeiten Index F bereits an ihrem zweiten Album, das im Spätsommer 2027 erscheinen soll. Das Wichtigste ist für die Band das Releasekonzert. Daran wird der gesamte Zeitplan festgemacht.

Wenn ein neues Mitglied kommt, ist das wie bei einem Maler, der eine neue Farbe erhält. Marcus, Gitarrist von Index F

Gegenpol zum Berufsalltag

Die Arbeitsweise wird nicht zuletzt von den Berufserfahrungen geprägt. Viele Mitglieder kommen aus der Architektur. Das zeigt sich weniger im Klang als in der Organisation. Ideen werden gemeinsam entwickelt, Kritik gehört selbstverständlich dazu und Entscheidungen entstehen im Austausch.

Gleichzeitig bietet die Musik einen Gegenpol zu einem Berufsalltag, der sich ständig mit vielen Regeln, Normen und Gesetzen auseinandersetzen muss. Oder, wie es die Band auf den Punkt bringt: „Wo Bauvorschriften Grenzen setzen, beginnt im Proberaum die völlige kreative Freiheit.“ Insgesamt soll es gar nicht zu professionell werden, erklärt Ferdinand, der Sänger der Band: „Es bleibt ein engagiertes Hobby. Es soll uns mehr geben, als es nimmt.“

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