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  • Leipzig engagiert sich
Porn Better

Sichtbarkeit für faire Alternativen

Gute Arbeitsbedingungen für die Darsteller und Transparenz für die Konsumenten – das zeichnet ethische Pornos aus Sicht der Gründerinnen des Portals PORN BETTER aus Leipzig aus.

Luna Heine und ihre Co-Gründerinnen Esti und Evi
Luna Heine und ihre Co-Gründerinnen Esti und Evi (v. r.) setzen sich für ethische Pornos ein © Daniel Moull/PIY Productions

Bisher sind ethische Pornos Mangelware auf dem Markt. Wer durchs Internet klickt, findet wenig Infos dazu, unter welchen Bedingungen die Filme produziert wurden. Das Portal PORN BETTER möchte hier Abhilfe schaffen und mehr Sichtbarkeit für fair gedrehte Pornos herstellen.

„Wir bei PORN BETTER stellen Pornoseiten und -studios vor, die ihr Augenmerk darauf legen, faire Arbeitsbedingungen in der Produktion zu schaffen, diese nach außen zu kommunizieren und häufig auch über Safer Sex, Konsens und ähnliche Themen aufzuklären“, sagt Co-Gründerin Luna Heine. „Pornos haben keinen Bildungsauftrag, sie können auch einfach Spaß machen. Aber das Thema ‚Porno‘ wird in der sexuellen Bildung oft vernachlässigt, obwohl es zugleich medial so präsent ist.“

Es gibt eine sehr lebendige queere, feministische und Indie-Porno szene. Luna Heine, Co-Gründerin PORN BETTER

Bewertungen in unterschiedlichen Kategorien

Wer die Website von Luna Heine und ihren Co-Gründerinnen Esti und Evi besucht, kann sich durch die Rezensionen zahlreicher Pornoseiten klicken und erfahren, wie die jeweilige Seite in den Kategorien Produktionsbedingungen, Diversität, Präsentation und Pricing abschneidet.

Entstanden ist die Idee zur Plattform 2020, als Luna Heine selbst zum Thema recherchierte und feststellte: „Es gibt eine sehr lebendige queere, feministische und Indie-Pornoszene, die aber neben dem Überangebot der Mainstream-Seiten ziemlich untergeht.“

Sieht ein fairer Porno anders aus?

Aber inwiefern unterscheidet sich ein fairer Porno für die Zuschauer vom konventionellen? „Ein fair produzierter Porno kann durchaus ganz konventionell aussehen. Im Übrigen können ja auch konventionelle Pornos fair im Sinne guter Arbeitsbedingungen und angemessener Bezahlung produziert worden sein“, gibt Luna Heine zu bedenken.

Aber: „Bei Pornos mit feministischem oder ethischem Anspruch wird man sicher häufiger ungewöhnliche und kreative Handlungen entdecken, Rollenverteilungen, die nicht den Gender-Klischees entsprechen, Körper jenseits der Schönheitsnorm, mehr Queerness, mehr explizit ausgesprochenen Konsens oder die Verwendung von Barrieremitteln (Kondomen etc.) zu sehen bekommen.“

Weitere Infos unter
www.porn-better.com

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