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3 grundlegende Sicherheitstipps

Risiken beim Online-Gaming reduzieren

Bei allem Spaß ist beim Online-Gaming auch Vorsicht geboten. Wenn man einige Tipps beachtet, kann man die Cybersicherheit deutlich erhöhen © Bob/Pixabay

Online-Gaming ist beliebt wie nie, vor allem bei jungen Menschen. Doch bei allem Spaß, den Online-Spiele mit sich bringen, bergen sie doch zum Teil erhebliche Gefahren für die Cybersicherheit. Erfahre, wie du dich vor Cyberbedrohungen schützt, damit du unbeschwert weiter deinem Lieblingshobby nachgehen kannst.

Phishing erkennen

Viele Games werden inzwischen nicht mehr in physischer Form gekauft, sondern vielmehr digital als Download. Die größte Gaming-Plattform der Welt ist Steam; 2019 erreichte sie den Meilenstein von einer Milliarde aktiven Nutzern. Diese Beliebtheit macht sie für Hacker äußerst attraktiv, und sie nutzen Steam nur allzu gern für ihre Phishing-Attacken.

Im Jahr 2022 kam es daher zu einer neuartigen und großen Phishing-Attacke auf Steam-Nutzer. Das Besondere an diesem Cyberangriff: Die Links, die bei klassischen Phishing-Versuchen per E-Mail oder SMS gesendet werden, wurden in diesem Fall im Internet auf relevanten Webseiten verteilt: Beispielsweise unter Gameplay-Videos auf YouTube, in Foren oder in Chats; überall dort, wo sich viele Gamer und potenzielle Opfer tummelten.

Die Cyberkriminellen lockten unter anderem mit Steam-Angeboten, reduzierten Tickets zu E-Sports-Events oder schlichten Umfragen zum Gaming. Dafür sollten Nutzer auf einen Link klicken, der scheinbar zur Plattform Steam führte. Es öffnete sich ein Pop-up-Fenster, das dem Login-Fenster von Steam zum Verwechseln ähnlichsah. Fielen die Opfer auf die Betrugsmasche herein und gaben ihre Daten preis, verfügten die Hacker über vollen Zugriff auf das Steam-Konto.

Sicherheitstipp: Klicke niemals unüberlegt und voreilig auf Links. Achte auf die URL einer Webseite. Stimmt sie mit der Original-Seite überein? Vergewissere dich außerdem, dass ein Sicherheitszertifikat besteht. Im Steam-Fall fälschten die Kriminellen zwar auch das Schlosssymbol vor der URL, ein Klick auf dieses offenbarte jedoch keine weiteren Informationen, da kein tatsächliches Zertifikat bestand.

Distributed-Denial-of-Service (DDoS)-Angriffen vorbeugen

Inzwischen geht es bei E-Sports-Turnieren um hohe Preisgelder, Gewinne im sechs- oder siebenstelligen Bereich sind nichts Ungewöhnliches. Beim Online-Gaming sind DDoS-Attacken daher beliebt, denn dadurch können sich Spieler einen Vorteil verschaffen, oder Cyberkriminelle nutzen diese, um Unternehmen (im Gaming-Bereich zum Beispiel die Entwicklerstudios) zu erpressen, was Online-Gaming-VPNs für einige Spieler zu einem relevanten Thema macht, da diese die Verbindung über zusätzliche Server leiten.

Ein großes Problem ist inzwischen, dass es selbst für einen Standard-Internetnutzer kein großes Problem mehr darstellt, Netzwerke aus gekaperten Geräten von Internetkriminellen zu mieten. Eine kurze Internetrecherche und ein paar Euro reichen dafür schon aus.

Die Fälle von DDoS-Attacken häufen sich. Bei der Call of Duty League ging es vor einiger Zeit um 4,6 Millionen US-Dollar, und einer der Gamer geriet ins Visier eines Cyberkriminellen. Durch einen DDoS-Angriff wurde seine Internetleitung lahmgelegt, sodass er die Verbindung zum Online-Game verlor und nicht mehr am Match teilnehmen konnte.

Sicherheitstipp: Verwende ein VPN (Virtuelles Privates Netzwerk), da dieses unter anderem deine IP-Adresse verschleiert. Diese benötigen Hacker jedoch für ihre Angriffe. Außerdem bietet es weitere Vorteile für deine Cybersicherheit.

Schütze dich vor Hacking deiner Gaming-Konten

Von Brute-Force-Angriffen bis hin zu Wörterbuchattacken: Hacker bedienen sich unterschiedlichster Cyberangriffe, um in dein Konto zu gelangen. Im Gaming-Bereich warten dort auf sie persönliche Informationen und finanzielle Daten (zum Beispiel Kreditkarteninformationen) von dir; oder aber Spiele-Währungen beziehungsweise wertvolle Items, die sie stehlen können. In manchen Fällen geht es wie bei DDoS-Angriffen (siehe oben) um Manipulation von Gegnern, indem ein Gamer-Konto lahmgelegt wird.

Dass die Cyberkriminellen häufig erfolgreich sind, liegt vor allem an schwachen Passwörtern oder unfreiwilliger Preisgabe von Logindaten aufgrund von Phishing-Attacken. Viele Nutzer, nicht nur beim Gaming, verwenden dieselben Kennwörter zudem für mehrere ihrer Konten, sodass die Zugangsdaten für ein Gaming-Konto aus dem Beifang einer anderen Cyberattacke stammen können.

Sicherheitstipp: Wähle komplexe Passwörter, die aus Großbuchstaben, Kleinbuchstaben, Ziffern und Sonderzeichen bestehen. Jeder deiner Accounts sollte unterschiedlich Passwörter besitzen. Ein Passwort-Manager einer Plattform wie NordPass kann dich beim Verwalten und Speichern deiner Zugangsdaten unterstützen und dir helfen, sichere Kennwörter für deine Konten anzulegen. Aktiviere außerdem eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA).

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