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VEGAN IN LEIPZIG

PLATTFORM FÜR VEGANISMUS UND TIERRECHTE

Immer mehr Menschen leben vegan. Auch die Supermärkte weiten ihre Produktpaletten diesbezüglich aus. Also alles gut?

© adobe.stock.com/danielekaterina

Dem 2020 gegründeten Kooperationsprojekt „Vegan in Leipzig" geht der Wandel zu einer Lebens-weise, bei der keine Tiere ausgebeutet und getötet werden, nicht schnell genug. Gruppen wie ProVeg Leipzig, Animal Rebellion Leipzig, Animal Liberation Leipzig, Tierbefreier*innen Leipzig, Pro Lebensglück e. V. und das PETA Streetteam Leipzig wollen nicht zuschauen, sondern handeln. „Wir wollen in Leipzig den Wandel zu einer pflanzlicheren und sich veganisierenden Gesellschaft voranbrin-gen", sagt Fabius Kaiser (24), einer der Mitinitiatoren von „Vegan in Leipzig". „Und wir fordern die Befreiung der Tiere, die in prekären Verhältnissen leben müssen."

 

 

Proteste vor der Rennbahn

Die Gruppen verfolgen ihre Ziele teils gemeinsam – über die gemeinsame Web- site als zentrale Anlaufstelle und auf Demonstrationen. Und teilweise auch mit individuellen Aktionen. Die einen promoten mit Infoständen, Plakaten oder Flyer-Aktionen eine vegane Lebensweise, andere setzen sich auf Demos oder Mahnwachen, etwa vor dem Zoo, vor Zirkussen, vor der Pferderennbahn oder vor Schlachthöfen, gegen den Miss- brauch von Tieren ein. Der Verein Pro Lebensglück e. V. wiederum unterstützt Lebenshöfe, auf denen ehemalige sogenannte Nutztiere ein glückliches Leben leben können. Die wichtigste gemeinsame Veranstaltung 2023 ist der zweite Leipziger Tier-rechtskongress am 2. und 3. September im Conne Island. Dort geht es um Themen wie Tierschutzrecht, Speziesismus im Alltag, Diversity, Antidiskriminierung und Feminismus in der veganen Szene. Fabius Kaiser rechnet mit bis zu 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus ganz Deutschland. 

Für Tiere, gegen rechts

„Wir wollen dort niemanden zum Veganer machen“, sagt Kaiser, „sondern die Szene vernetzen, eine Austauschplattform schaffen und unsere politischen Ansichten bekannter machen.“ Die beinhalten bei den Leipziger Gruppen einen emanzipatorischen Ansatz und eine klare Abgrenzung nach rechts. „Für Veganismus oder Tierrechte mit Holocaust-Vergleichen oder sexistischen Sprüchen eintreten, das geht gar nicht.“

Mehr Infos: www.vegan-in-leipzig.de

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