• Bühne
Theater der Jungen Welt

Per Smartphone auf Spurensuche

Anja Stopp und Florian Heller
Spiel mit dem Smartphone: Anja Stopp und Florian Heller © Marianne H.-Stars

Das Theater der Jungen Welt geht mit der Zeit und entwickelt neue digitale Erzählformen. In dem dreiteiligen Projekt „Mirror Mirror“, das in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig entsteht, wird ein Bogen von NS-Zwangsarbeit zu heutigen Radikalisierungsformen geschlagen. Im ersten Teil „On the other side“ wird ein digitales Thema im analogen Bühnenraum verhandelt. Das theatrale Planspiel zeigt, wie sich Menschen im Netz verirren können.

Der zweite Teil „Tracing Remembrance“ funktioniert auf digitaler Ebene. Per Smartphone-App wird ortsbasiert im Leipziger Stadtraum geforscht. „Die Nutzer gehen digital auf Spurensuche und tauchen so spielerisch in die Geschichte von NS-Zwangsarbeit ein“, erläutert Dramaturg Florian Heller.

In Teil 3 suchen Jugendliche nach Verbindungslinien zwischen Vergangenheit und Gegenwart, indem sie sich mit dem Thema Zwangsarbeit befassen und mit Nachfahren von Zwangsarbeitern ins Gespräch kommen. Der Grundgedanke ist, so Produktionsleiterin Anja Stopp, „in der Auseinandersetzung mit der Vergangenheit eine Vision für die Zukunft zu entwickeln.“

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