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  • Stadtleben

Mobil mit kleinem CO2-Fußabdruck

In einer Großstadt wie Leipzig, gibt es viele Möglichkeiten, nachhaltig unterwegs zu sein. Carsharing, Lastenrad und Deutschlandticket sind drei von ihnen, die längst rege genutzt werden. Das Ziel: individuelle Mobilität mit kleinstmöglichem CO2-Fußabdruck.

zusehen ist ein Lastenrad
Lastenrad trägt Fahrrad: Das ist in den Leipziger Straßen immer häufiger zu sehen © Roland Quester/Stadt Leipzig

Lkw auf zwei Rädern

UNTERWEGS MIT DEM LASTENRAD

Die Stadt wächst und mit ihr der Verkehr. Als Alternative zum Auto setzt Leipzig auch auf Lastenräder. In Kooperation mit Nextbike können derzeit 15 städtische Transporträder an sieben Verleihstationen ausgeliehen werden. Damit kann das Angebot des jüngsten Pilotprojekts zum Teil aufrecht erhalten werden. In Kooperation mit der Transportrad Initiative Nachhaltiger Kom- munen (TINK) hatte die Stadt von August bis Dezember einen Testverleih mit 30 Rädern mit und ohne E-Antrieb eingerichtet, der derzeit ausgewertet wird. Dann wird über den Weiterbetrieb entschieden. „Eine erste Bilanz des Pilotprojekts fällt positiv aus“, teilt die Stadt mit. „Im Schnitt wurden mit 30 Rädern 136 Auslei- hen pro Woche erzielt.“ Laut Nutzerbefragung wurden die Räder vor allem für den Kindertransport und Einkäufe genutzt.

Jenseits der städtischen Initiative gibt es einige weitere Möglichkeiten, um an ein Lastenrad zu kommen. Von kommerziellen Angeboten wie eben Nextbike oder Rad3 über den ADFC bis zu Kolara, einem freien Zusammenschluss von Menschen, die Lastenräder nutzen und verleihen. An der Uni Magdeburg glaubt man übrigens schon an die nächste Generation des Fahrzeugs und entwickelt ein autonom fahrendes Lastenrad. [dir]

Mehr Infos: www.leipzig.de/lastenradverleih, www.leipzig.adfc.de, www.kolara.org www.rad3.de/mieten

Bereits 75.000 verkaufte Tickets

DEUTSCHLANDTICKET

Die Einführung des Deutschlandtickets ist auch in Leipzig ein voller Erfolg. Mit über 75.000 verkauften Tickets bis Mitte Juni allein durch die Leipziger Ver- kehrsbetriebe knüpft das Flatrate-Ticket für den Nah- verkehr an den Erfolg des 9-Euro-Tickets an. Bundes- weit sind es bereits mehr als 10 Millionen Nutzer. Seit Mai können ÖPNV-Nutzer mit dem Ticket quer durch ganz Deutschland fahren. Da der Preis von aktuell 49 Euro die kommenden Jahre zum Beispiel inflati- onsbedingt steigen wird, hat sich der Begriff Deutsch- landticket durchgesetzt. „Damit weiß der Kunde so- fort, was er bekommt: ein Ticket für alle Fahrten im öffentlichen Personennahverkehr vom Bus bis hin zu Regionalzügen der Bahn“, erklärt LVB-Sprecher Marc Backhaus. Ausgenommen bleiben die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn und private Verkehrsanbieter.

Neben dem bundeseinheitlichen Preis und dem Gültigkeitsbereich bleiben sämtliche Tarifbestimmun- gen wie zum Beispiel Mitnahmemöglichkeiten von Dritten weiterhin Sache der Verkehrsunternehmen. „Jeder kann sich frei entscheiden, ob er bei den be- kannten LVB-Produkten mit Berechtigungen im Mitteldeutschen Verkehrsverbund wie Mitnahme und Übertragbarkeit bleiben will oder lieber auf das neue Ticket umsteigt“, erklärt Backhaus. [jor] 

Mehr Infos: www.abo.l.de/Deutschlandticket

Carsharing als Teil des Umweltverbunds

TEILAUTO

Die Zukunft gehört flexiblen und bedarfsangepassten Mobilitätsformen. Ein eigenes Auto ist dabei für immer mehr Menschen weder notwendig noch finanziell attraktiv. Als regionaler Carsharing-Anbieter sieht sich teilAuto ganz im Zeichen der Verkehrswende als Teil der Lösung und bietet individuelle Mobilität mit kleinstmöglichem CO2-Fußabdruck.

Ein Umzug in der Stadt, ein Großeinkauf im Baumarkt oder einmal die Kids zum Sport fahren: Jeder hat seine individuellen Gründe, warum es ganz ohne Auto doch nicht immer geht. Aber deswegen ein eigenes Gefährt anschaffen? Nein, findet Torsten Bähr von teilAuto, dem regionalen Carsharing-Anbieter in Mitteldeutschland. „Wir ergänzen mit unserem Angebot den umweltverträglichen öffentlichen Verkehr, da, wo der ÖPNV keine Option ist“, erklärt der Regionalleiter Leipzig von teilAuto. Für Bähr entsteht Nachhaltigkeit vor allem aus dem richtigen Mix an Mobilitätsformen. Dazu zählen Fuß- und Radverkehr sowie ÖPNV – und eben auch Carsharing. „Ein Carsharing-Auto ersetzt 10 bis 20 Autos in einer Stadt. Das spart öffentlichen Park- und Straßenraum und ermöglicht mehr Freiraum, zum Beispiel für den Radverkehr.“ Am wichtigsten ist für Bähr jedoch, dass Carsharing die Menschen zu mehr ÖPNV, Radfahren und Laufen bewegt. „Daher sehen wir uns als vierte Säule im Umweltverbund und nicht als Konkurrenz zu klassischen Autovermietern.

Mehr Infos und Buchung: www.teilauto.net

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