Die Bühne im Schauspiel Leipzig kennt Julius Forster gut – als Schauspieler. Jetzt kehrt er als Sänger und Kopf der Band Hotel Rimini zurück. Jüngst hat sie ihr zweites Album „Gefährdete Arten“ veröffentlicht und stellt es jetzt in der Stadt vor, in der die meisten der sechs Bandmitglieder wohnen.
Textlich entfernt sich das aktuelle Album etwas vom Debüt „Allein unter Möbeln“, bei dem das innere Verlierer-Ich im melancholischen Sound badete. Jetzt geht es um andere Menschen – denen aber auch nicht unbedingt das Glück winkt.
„Ich bringe die Texte mit und ein Gerüst“, der Rest ist Teamwork, so hat Forster einmal der Ahoi Leipzig die Entstehung der Songs erklärt. Deren Zauber liegt in der Kombination aus poetischen Versen, die sofort Kopfkino auslösen, und einem mitunter an Element of Crime erinnernden, elegischen Indie-Pop. Interessant instrumentiert mit Cello und Violine, Klavier und Waldhorn, aber auch elektronischen Effektgeräten.


