Seit die beiden Filialen der neuen Leipziger Bäckerei Nourish Anfang Februar eröffneten, stehen sowohl in der ehemaligen „Mule“ auf der Spinnerei als auch im kleinen Laden in der Gottschedstraße die Kunden Schlange. Nicht nur Sauerteigbrote, Baguette und Focaccia finden reißenden Absatz, sondern auch Croissants und andere süße Backwaren sind sehr gefragt.
- Essen & Trinken
Mehl, Wasser und Liebe


Gutes Brot aus guten Zutaten
Das Geheimnis ausgezeichneter Backkunst liegt in der besonders langen Teigführung, da sind sich alle guten Handwerksbäcker einig. „Brot ist eines unserer ältesten und wichtigsten Lebensmittel“, sagt Matthias Brühl, einer der Inhaber der Bäckerei Nourish. „Leider ist es in den letzten Jahren zu Unrecht in Verruf geraten.“
Matthias erklärt, dass die wenigsten Menschen tatsächlich Probleme mit Gluten, also dem Kleber-Eiweiß im Mehl, haben: „Unverträglich sind vor allem die von industriellen Bäckereien verwendeten Schnelltriebmittel und andere Zusätze, die in Brot nichts zu suchen haben.“
Brot ist eines unserer ältesten und wichtigsten Lebensmittel.

Mit Ruhe gebacken
Die Teige, die Mitinhaber Nouredin Almekdad, genannt Nour, in der Backstube auf dem Spinnereigelände ansetzt, bekommen 36 bis 48 Stunden Zeit zum Ruhen und zur Fermentation, was die Backwaren besonders schmackhaft und bekömmlich macht. Nour ist Namenspartner des Nourish – wie passend, dass sein Spitzname ein Teil des englischen Wortes für „ernähren“ ist.
Der gebürtige Syrer ist seit 2016 in Deutschland, hat mittlerweile einen deutschen Pass und produziert mit seinem internationalen Team Backwaren nach deutschen, italienischen und französischen Rezepten. Konditorin Hendrike Scheibert, die schon in der berühmten Hart Bakery in Kopenhagen tätig war, ist für die süßen Gebäckstücke und Spezialitäten wie Babka oder Pastéis de Nata verantwortlich. Welche leckeren Gebäcksorten in der Nourish-Bäckerei aktuell im Angebot sind, wird jeweils montags per Wochenplan auf Instagram veröffentlicht. So verpasst niemand sein Lieblingsbrot.

