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Markus Kaufmann ist neuer Nikolaikantor

Nikolaikantor Markus Kaufmann beim Üben an der Ladegast-Orgel © Sylvio Hoffmann

Seit dem 1. Advent 2021 ist Markus Kaufmann in der Nikolaikirche im Amt des neuen Kantors. Der gebürtige Chemnitzer, der in Dresden sein Studium im Fach Kirchenmusik absolvierte, wirkte die vergangenen vier Jahre im Quedlinburger Dom. Die Nikolaikirche im Herzen von Leipzig trägt durch die geschichtliche Entwicklung der Friedlichen Revolution eine ganz besondere Bedeutung und strahlt europaweit das Motiv der Versöhnung aus. Dies  bekräftigt auch Kaufmann, der die größte Kirche Leipzigs jeden Tag mit erneuter Demut betritt.

Zur damaligen Einweihung der erneuerten Ladegast-Orgel im Jahr 2004 saß er selbst gespannt in der Nikolaikirche und bestaunte „dieses wunderbare Instrument“ - bestehend aus 103 Registern - mitsamt seines modernen Klangvermögens. Gemeinsam mit seinem Bruder, der Kirchenmusiker in Augustusburg ist, musiziert er bis heute für sein Leben gern.

Eine weitere essenzielle Komponente, die die Euphorie des 30-Jährigen schürt, ist das einstige Wirken des Komponisten Johann Sebastian Bach. Neben der Ausgestaltung aller Gottesdienste, Vespern und Friedensgebete wird Kaufmann unter anderem die Leitung des BachChors in der kirchlichen Einrichtung zuteil. Dessen Aufgabe ist es, mit seinen 60 bis 80 Sängern die Werke Bachs und anderer Künstler zum Klingen zu bringen. „Man arbeitet nicht nur an der Klangfarbe, sondern am Menschen“, so Kaufmann, der das Formen des Gesamttons aus einzelnen Individualitäten besonders spannend findet. Denn eine Sache steht für den Organisten fest: Das gemeinschaftliche, sinnliche Musizieren steht hierbei an oberster Stelle.

Nikolai Kirche Leipzig
www.nikolaikirche.de

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