Nachrichtenbunker, Luftschutzbunker, Stasi-Bunker: In Leipzig befinden sich rund ein Dutzend alte Schutzanlagen. In einer Serie stellt die Ahoi Leipzig die Bauten vor.
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Nachrichtenbunker, Luftschutzbunker, Stasi-Bunker: In Leipzig befinden sich rund ein Dutzend alte Schutzanlagen. In einer Serie stellt die Ahoi Leipzig die Bauten vor.

Vermutlich nur noch die älteren Anwohner wissen, dass sich am Rande eines Schulgebäudes im Stadtteil Plagwitz eines von vier Schutzbauwerken (SBW) des DDR-Verteidigungsministeriums für die Zivilbevölkerung Leipzigs befand. Laut des Blogs „Sachsenschiene“, das deutschlandweit Bunker und Militäranlagen dokumentiert, wurde es 1962 errichtet. Mit zwei Zugängen, einer Schleuse, einem Bereich für Dekontamination, Wasserversorgung, Belüftungs- und Sanitäranlagen sowie einer Kfz-Zufahrt. Der Bunkertyp SBW-300 war, wie schon der Name verrät, für 300 Personen ausgelegt. Die Nutzfläche des Objektes beträgt 230 Quadratmeter bei Maßen von 16,5 mal 16,5 Meter. Der Luftschutzbunker diente viele Jahre als Anwohnergarage.
In der DDR gab es schätzungsweise 2.000 bis 2.500 Bunker, aber nur 62 waren für die Zivilbevölkerung vorgesehene Schutzbauwerke (SBW). Die in Leipzig vorhandenen SBW stehen laut MDR nicht mehr unter der Bewirtschaftung des Katastrophenschutzes. Sie wurden 2007 von der Bundesregierung aus der Zivilschutzbindung entlassen und sind in ihrem heutigen Zustand nicht mehr nutzbar. Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine 2022 prüft die Bundesregierung, ob bestehende Bunkeranlagen reaktiviert werden können. Geplant ist ein dezentrales Schutzraumkonzept, in dem neben Bunkern auch U-Bahnhöfe, Tunnel und Tiefgaragen als Schutzorte dienen sollen.
Mehr Infos: sachsenschiene.net
