Das Nachrichtenregiment 3 „Georg Schumann“ war ein bedeutender, spezialisierter Verband der Nationalen Volksarmee (NVA) der DDR. Im militärischen Ernstfall sollten die Angehörigen des Regiments die Verbindung zwischen dem Kommando des Militärbezirkes, den unterstellten Divisionen und dem Ministerium für Nationale Verteidigung in Strausberg lückenlos aufrechterhalten. Die Soldaten errichteten und betrieben dafür Telefon-, Fernschreib-, Funk- und Richtfunkverbindungen, die im Krisen- und Kriegsfall unterirdisch weiterbetrieben worden wären. Wie in der Bunkeranlage, die der Blog „Sachsenschiene“ dokumentiert.
Monolithische Bauweise
Die 25 Meter lange und zehn Meter breite Anlage in Leipzig-Möckern unweit einer alten Kasernenanlage wurde vermutlich 1985 erbaut. Der Bau erfolgte monolithisch. Arbeiter gossen eine riesige Schalung in einem ununterbrochenen Prozess mit flüssigem Beton aus – was bei einem Bombenangriff größere Stabilität versprach. Im Oktober 1990 übernahm die Bundeswehr das Objekt, ein halbes Jahr später wurde der Standort aufgelöst. In der DDR gab es schätzungsweise 2.000 bis 2.500 Bunker, aber nur 62 waren für die Zivilbevölkerung vorgesehene Schutzbauwerke (SBW).
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