Dank eines gemeinsamen Projekts mit der Stadtverwaltung Leipzig, der L-Gruppe und dem Fußballverband Stadt Leipzig e. V. soll im Fußball-Nachwuchsbereich bis 2024 in der ganzen Stadt ausschließlich mit fair gehandelten Bällen gespielt werden. „Ich bin optimistisch, dass wir bis 2024 etwa 8.000 fair gehandelte Bälle im Einsatz haben. Wir sind auf einem guten Weg", erklärt Lisa Marquardt vom Netzwerk „Leipzig handelt fair", das eigens für die Aktion einen „Leipzig spielt fair"-Ball entworfen hat.
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Leipzig spielt fair


Was bedeutet „fair gehandelt"?
„Fair gehandelt" bezieht sich auf die Herstellung der Fußbälle und auf die Arbeitsbedingungen in den Fabriken in Pakistan. „Die Sportartikelherstellung ist wirklich ein weites Feld. In den Fabriken gibt es immer wieder krasse Menschenrechtsverletzungen. Unter ande- rem ist es oft üblich, dass die Näherinnen und Näher nicht pro Stunde sondern pro Ball bezahlt werden“, erklärt Lisa Marquardt weiter und ergänzt „Das Label ‚fair gehandelt‘ bedeutet, dass die Arbeiter unter anderem feste Arbeitsverträge haben und auch Mindestlöhne sowie Prämien für ihre Arbeit bekommen. Die Bedingungen werden immer wieder von unabhängigen Leuten getestet. Es kann sich also keiner ausruhen, wenn er das Label einmal bekommen hat.“ Sie selbst versuche mit ihren Kolleginnen und Kollegen jeden Tag, das Thema immer weiter ins Bewusstsein der Leipziger zu bringen. Schließlich sei nicht mehr nur wichtig, „wie man spielt, sondern auch womit!“.
„Faire Bälle“ in Schulen
Durch die Fußball-Europameisterschaften im kommenden Jahr in Deutschland, bei denen auch Leipzig zu den Spielorten gehört (vier Spiele), wird das Thema noch einmal zusätzlich gepusht und in die Welt getragen. „Nach der EM wollen wir das Thema auch unbedingt noch weiter im Breitensport verankern“, blick Lisa Marquardt voraus. Und die Aussichten sind gut. Auch in den Leipziger Schulen wurde nach einem Stadtratsbeschluss schließlich schon auf „faire Bälle“ umgerüstet.
Mehr Informationen: www.leipzig-handelt-fair.de
