Ein etwas absurd anmutendes Szenario spielt sich gerade um den Lindenauer Hafen ab. Auf der einen Seite das Dezernat Umwelt, auf der anderen Seite das heimliche Kompetenzzentrum Nachhaltigkeit und Regionalität rund um die Plagwitzer Markthalle mit dem Projekt „LebensmittelPort Schönau“.
Es geht um die Westseite des Lindenauer Hafens, das die Nachhaltigkeitsprofis zu einem „Ankerpunkt für eine regional, ökologisch und sozial orientierte Lebensmittelwirtschaft“ ausbauen möchten. Ein vielfältiger Ort soll entstehen, der Lebensmittelproduktion und -weiterverarbeitung, Handwerk, Kultur, Begegnung und Bildung vereint. Ein durchaus realistischer Plan, hat man doch bereits jetzt ein großes Netzwerk an Erzeugern, Bildungseinrichtungen und Vereinen wie Slow Food Leipzig-Halle. Am Lindenauer Hafen wäre mehr Platz und es gäbe noch nutzbare Gebäude. Das ist der Streitpunkt. Das Umweltdezernat möchte alle Gebäude abreißen und ausgerechnet dieses Gelände als Ausgleichsfläche für versiegelte Flächen an anderen Stellen nutzen. Aktuell scheint bei der Stadtverwaltung ein Umdenken einzusetzen. Der bereits beschlossene Abriss der Gebäude wurde vorerst gestoppt.


