Was tun, wenn jemand plötzlich zusammenbricht und nicht mehr atmet?
Diese Frage kann über Leben und Tod entscheiden. Doch viele Erwachsene zögern – aus Unsicherheit, aus Angst, etwas falsch zu machen. Der Verein Herzretter Leipzig e. V. setzt genau dort an: bei den Jüngsten. Seit 2019 bringt das Team kostenfreie Reanimationstrainings an Leipziger Schulen und Kitas – niedrigschwellig, kindgerecht und mit großer Wirkung.
Früh übt sich: Erste Hilfe ab der Grundschule
In den Trainings lernen Kinder ab dem Kita-Alter die vier zentralen Schritte im Notfall:
Prüfen, Rufen, Drücken, Schocken.
Das Herzretter-Team nutzt ein eigens entwickeltes Konzept: Schauspielerinnen und Schauspieler – geschult in Notfallhilfe – führen die Kinder durch reale Szenarien. Spielerisch, ernsthaft und auf Augenhöhe. Die Kinder üben mit Puppen, sprechen über Gefühle in Ausnahmesituationen – und lernen: Ich darf helfen. Ich kann helfen.
Bereits über 6.000 Kinder in Leipzig und Umgebung wurden so zu kleinen Lebensrettern ausgebildet. Mehr als 300 Trainings fanden statt – ehrenamtlich und spendenbasiert.
Warum das wichtig ist
Rund 120.000 Menschen erleiden in Deutschland jedes Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand außerhalb von Kliniken. Die Überlebensrate liegt bei nur 10 Prozent – häufig, weil niemand rechtzeitig hilft. In Ländern wie Dänemark, wo Erste Hilfe ab der Schule unterrichtet wird, liegt die Laienreanimationsquote bei 80 Prozent. In Deutschland: bei etwa 50.
Jedes Training zählt. Jede Sekunde auch.
Jetzt unterstützen: Crowdfunding bis 13. Oktober



