Johann Plenge ist erst 39, doch bereits seit der ersten Saison bei RB. Ein Gespräch über Erreichtes und neue Ziele.
Herr Plenge, was bedeutet es Ihnen persönlich, mit 38 Jahren Vorstandsvorsitzender und Geschäftsführer von RB Leipzig geworden zu sein?
Johann Plenge: Zunächst mal ist es eine große Ehre, für diesen Club arbeiten zu dürfen, den Weg mitzugestalten und Verantwortung zu übernehmen – im Kleinen wie im Großen. Und auch wenn ich schon lange für RB Leipzig tätig bin, gehe ich jeden Morgen mit der gleichen Leidenschaft ins Büro. Denn wir wollen hier im Club jeden Tag Entscheidungen treffen und gestalten. RB Leipzig ist ein Club, der darauf viel Wert legt und in dem Entscheidungsbereitschaft wichtig ist. Von daher passen RBL und ich ganz gut zusammen.
Wie haben Sie den Verein erlebt, als Sie 2010 begonnen haben und was waren Ihre ersten Aufgaben?
Plenge: Ehrlich gesagt gibt es schon viele Parallelen zwischen damals, Februar 2010, und heute. Jedenfalls was Mindset, Antrieb und Dynamik in unserem Team angeht. Alles war nur um einige Nummern kleiner, genau genommen waren wir nur eine Handvoll Leute auf der Geschäftsstelle. In der Startphase des Clubs durfte ich viele Bereich kennenlernen, weil jede und jeder eigentlich überall gefordert war.
Wofür steht RB Leipzig?
Plenge: Fakt ist, wir haben mit dem rasanten Aufstieg von RB Leipzig – von der Oberliga bis in die Top Ten Europas binnen 15 Jahren – eine einmalige Geschichte hingelegt, die sowohl im In- als auch im Ausland Anerkennung gefunden hat und nach wie vor findet. Mittlerweile sind wir ein Bundesligist, der die Spitze angreifen möchte und auch international große Ambitionen hat. Wichtig für uns ist, dass wir uns dabei immer treu geblieben sind und unseren Weg nie verlassen haben: Toptalenten sprichwörtlich Flügel zu verleihen, immer nach dem Höchsten zu streben, auch mal zu polarisieren, dabei selbstbewusst und professionell aufzutreten, aber gleichzeitig bodenständig zu bleiben. Für uns ist es ganz wichtig, anfassbar zu bleiben – egal wie erfolgreich und international tätig wir sind. Wir werden Leipzig weiter nach Europa und in die Welt tragen – und die Fußballwelt hierher bringen.


