Probleme beim Aufstehen? Norrmale Tische und Stühle helfen bloß bedingt. Vielleicht ist ein Griff an der Wand eine Alternative? Scheint plausibel, doch was nützt der, wenn man sich am anderen Ende des Raumes befindet? Warum gibt es keine Möbel, die in solchen Situationen das Leben erleichtern und gleichzeitig wohnlich sind? Diese Überlegungen beschäftigten Benjamin Hein und Willi Möller. Mit ihrer Marke „Mormor Aktivmöbel" bewegen sie sich auf einem Terrain, dem deutlich zu wenig Beachtung geschenkt wird, denn die Gesellschaft wird immer älter.
- Stadtleben
IM ALTER BESSER LEBEN


DIE GESELLSCHAFT WIRD IMMER ÄLTER
»In 40 Jahren werden 45 Prozent der deutschen Bevölkerung über 60 sein*, erklärt Benjamin Hein und prophezeit: „Wenn es soweit ist, wird man feststellen, wie festgefahren unser System in Bezug auf Überalterung ist." Mormor, das bedeutet in den skandinavischen Sprachen ,Großmutter mütterlicherseits". Ein Zufall? Wohl kaum, denn der Esprit jener Länder findet sich ebenfalls im minimalistischen Design der Möbel wieder.

AUSGEZEICHNETES DESIGN
Von der Idee bis zur Umsetzung verstrich aber Zeit. Im Tisch HALT stecken gut zwei Jahre Entwicklungsarbeit. Das Design musste entworfen, der umlaufende Handlauf getestet und geeignete Lieferanten gefunden werden. Arbeit über Arbeit, die 2016 mit dem Sächsischen Staatspreis im Bereich „Soziales Design" sowie 2017 und 2018 mit dem „German Design Award" ausgezeichnet wurde.
Mit SITZ gesellte sich bald der passende Stuhl dazu. „Das Schwierigste waren die Lieferanten", erzählt Möller. „Unsere Produkte sind zu 100 Prozent made in Germany. Qualität und kurze Lieferwege sind uns wichtig. Die Handläufe bekommen wir beispielsweise aus einer Drechslerei im Erzgebirge." Der Kunde, ob privat oder geschäftlich, hat bei den Aktivmöbeln die Qual der Wahl. Farbe und Material können individuell zusammengestellt werden. Auf diese Weise lassen sie sich optimal in jeden Bereich integrieren. Ein weiteres Plus: Die pflegeleichten Einzelteile können bei Bedarf ausgetauscht werden. Das schont den Geldbeutel und die Umwelt. Die Kunden, zu denen unter anderem die Charité Berlin zählt, sind zufrieden.
Mehr Infos: www.mormor.de

