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Lerchenbergmühle

Hub für grüne Ideen

Robert Künne und Johanna Tschiersch haben Großes vor mit dem zwei Hektar großen Gelände im Speckgürtel Leipzigs: Hier entsteht ein ökologisches Gewerbegebiet mit eigenem Bio-Dienstleistungszentrum.

Johanna Tschiersch und Robert Künne
Johanna Tschiersch und Robert Künne sind die Geschäftsführer der Lerchenbergmühle © Marisa Becker

Vier Jahre ist es her, dass sich Robert Künne und Johanna Tschiersch durch ihren Bruder Gregor kennenlernten und gemeinsam brainstormten, wie eine Zusammenarbeit aussehen kann.

„Weil wir damals keine Beschränkungen hatten, haben wir unseren Ideen freien Lauf gelassen“, erinnert sich Tschiersch, die aus einer Familie mit einem Ingenieurbüro für Mühlenbau stammt und nach wie vor im elterlichen Betrieb arbeitet.

Gemeinsam mit Künne, der seit vielen Jahren einen Bio-Hof führt, entstand die Idee, etwas ganz Großes aufzuziehen: ein Dienstleistungszentrum für Bio-Landwirte. Das bedeutet, dass Landwirte ihre Ernte in die Lerchenbergmühle bringen können, damit sie dort gereinigt, sortiert und vermahlen wird.

„Das Sahnehäubchen soll ein Tante-Emma-Laden sein, in dem man regionale Produkte kaufen kann“, so Tschiersch weiter. Auf dem ehemaligen Stallgelände soll so ein Betrieb zum Anfassen entstehen, inklusive Schaugarten, Streuobstwiese und Café.

Noch viel zu tun

Zum ökologischen Gewerbegebiet wird das Gelände, das seit 1996 im Besitz der Familie Künne ist, aber dadurch, dass es noch reichlich Platz für weitere Ideen gibt. „Hier auf dem Gelände ist noch viel zu tun, wir haben hier noch etwas von der Wildness, dass es etwas zu reißen gibt“, so Künne.

Wer sich hier mit seiner Geschäftsidee ansiedeln möchte, der müsse aber die Idee eines ökologischen Gewerbegebietes mittragen, so Johanna Tschiersch: „Das Mehl aus der Lerchenbergmühle sehen wir als Identifikationsfaktor für Leipzig und Umgebung.“

Das Mehl aus der Lerchenbergmühle sehen wir als Identifikationsfaktor für Leipzig und Umgebung. Johanna Tschiersch, Geschäftsführerin Lerchenbergmühle

Erste Gespräche mit Bio-Märkten

Aktuell arbeiten Künne, Tschiersch und ihr Team daran, das Bio-Dienstleistungszentrum zum Laufen zu bringen. Die Mühle mahlt zwar schon seit etwa einem halben Jahr, aber bisher nur Vollkornmehle. Die soll man schon bald in Bio-Märkten kaufen können. Die Gespräche dazu laufen.

Erlebbar für Besucher soll die Lerchenbergmühle ab dem späten Frühjahr werden, wenn der Café- bzw. Hofladen-Container erstmals seine Türen öffnet.

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