- Musik
Hommage an einen Meister

Was bedeutet Ihnen die Musik von Dmitri Schostakowitsch?
Daniil Trifonov: Schostakowitsch ist für mich ein sehr wichtiger Komponist! Schon während meines Studiums am Gnessin-Institut in Moskau habe ich einige seiner Präludien und Fugen gespielt. Jedes Jahr mussten wir ein polyphones Werk, eine klassische Sonate und ein romantisches Werk vorbereiten. Bei dem polyphonen Werk gab es in der Regel einen Wechsel zwischen Bach und Schostakowitsch. Dadurch habe ich schon früh etliche seiner Klavierwerke kennengelernt – aber ich habe bis heute nur wenige seiner wunderbaren Kammermusikwerke gespielt.
Wie sind Sie mit seinen Klavierkonzerten in Berührung gekommen?
Trifonov: Ich war zwölf, als ich sein 1. Klavierkonzert einstudierte. Es war nicht mein allererstes Konzert, ich hatte bis dahin schon ein paar Konzerte von Mozart und Beethovens 1. Klavierkonzert gespielt. Die Konzerte, die man in einem so frühen Alter lernt, begleiten einen das ganze Leben lang.
Beim Festival spielen Sie Rezitale mit herausragenden Kollegen. Was bedeutet Ihnen das?
Trifonov: Die Kammermusikwerke Schostakowitschs sind alle wunderbar auf ihre Art. Besonders freue ich mich auf das Klavierquintett (mit Nikolaj Szeps-Znaider, Baiba Skride, Antoine Tamestit, Gautier Capuçon Anm. der Red.) – ein Werk, das nach all den Spannungen und dramatischen Momenten am Ende eine überraschende Leichtigkeit findet.
Das Interview führte Tobias Niederschlag.
Erleben Sie Daniil Trifonov live beim Schostakowitsch-Festival Leipzig
Tickets und mehr Informationen unter
www.schostakowitsch-leipzig.de
15. Mai | Eröffnungskonzert mit dem Gewandhausorchester
18. Mai, 20.,21. Mai | Rezital 31. Mai | Sinfonie-Konzert
Daniil Trifonov im Video-Interview: youtube.com/@gewandhausleipzig

