Das Hip-Hop-Festival „Beatz im Block“ bringt Grünau zum Beben – und das schon zum zehnten Mal. Organisiert vom KOMM-Haus, dem Heizhaus und dem WERK 2, gefördert durch die Stadt Leipzig, versteht sich „Beatz im Block“ nicht nur als Musikfestival, sondern auch als Plattform für gesellschaftlichen Austausch und Aufklärung. Das Festival steht für Demokratie, Gleichberechtigung, Toleranz und Teilhabe. Mit dieser Message sollen Rapfans aus der ganzen Stadt in Grünau vereint und so das Ansehen sowie die Kulturangebote des Stadtteils gefördert werden.
Hip-Hop und Haltung
Auf dem Gelände im Schönauer Park sind daher auch zahlreiche Vereine und Initiativen vertreten, wie zum Beispiel Viva con Agua (NGO für Trinkwasser), Sea Punks (Seenotrettung) oder das Gymnasium Markranstädt (Partnerschule der WERK 2 – Kulturfabrik im Rahmen des Projekts „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“). Mit dem Slogan „Love Music! Respect Diversity! Support Individuality!“ setzt es bewusst Zeichen gegen Diskriminierung und für Gleichberechtigung. Dafür sorgen nicht nur die Artists auf der Bühne, sondern auch zahlreiche Infostände politischer und sozialer Initiativen.
Das Besondere: Der Eintrittspreis bleibt möglichst niedrig und damit für alle zugänglich. Das Konzept konkreter Schülertickets und die Zusammenarbeit mit Schulen ist wohl nicht so gut angekommen, wie erwartet. Solitickets für Kinder und Personen mit geringem Einkommen sind aber weiterhin über folgende Vereine und Initiativen verfügbar oder können von Trägern und Treffs bei info@werk-2.de angefragt werden: Diakonie Leipzig, Heizhaus, Careleaver Project, Suedpol, Völle, Jugendnotdienst, Caritasverband Leipzig e. V., FRÖBEL Gruppe/Arena, SEB Wohnheim Am Kirschberg, OFT „Völkerfreundschaft“ und Mobile Jugendarbeit/Kübel.
Vielversprechendes Line-up
Die Haltung des Festivals spiegelt sich auch im Booking der Bühnenacts wider: Auch 2025 setzt „Beatz im Block“ auf ein hochkarätiges und diverses Line-up mit moderner Rapmusik, die Courage und Meinung zeigt. Positiv auffallend ist auch die ausgeglichene Geschlechterquote, die in der Rapszene längst noch nicht selbstverständlich ist. In den vergangenen neun Jahren konnten unter anderem Acts wie OG Keemo, Ebow, Audio 88 & Yassin, Zugezogen Maskulin, Layla, Wa22ermann, Savy und 6euroneunzig für den guten Zweck gewonnen werden. Zu wünschen wäre jedoch vielleicht auch eine stärkere Repräsentation lokaler Artists, also eine Mischung aus lokalen und nationalen Acts. Dabei bleibt das Festival nah an den Interessen seiner jungen Zielgruppe, behält Newcomer, aber auch seinen politischen Anspruch im Auge.
In diesem Jahr stehen folgende Acts auf der Bühne:
ALYZAH
- Frankfurt
- Rap und Gesang zwischen Straße und Poesie, Härte und Verletzlichkeit
DEA BBZ
- Berlin
- Auf-Die-Fresse-Rap und UK-Drill-Sound
JENNY SHARP
- DJ aus Leipzig
- Hip-Hop, Rap & Bass
BANGERFABRIQUE
- All-Female-Kollektiv aus Hamburg
- DJ’ing, MC’ing und Rap
PÖBEL MC
- Rostock/Berlin
- Rap mit Punk-Attitude
Die Tickets sind bereits zur Hälfte ausverkauft – schnell sein lohnt sich also!


