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MEDIENKOMPETENZ FÜR KINDER

Hilfe, mein Kind hängt zu oft am Handy!

Der Verein „Blogfamilia“ fördert Medienkompetenz und Medienbildung. Mit seinem Event „Blogfamiliär“ reist er durch Deutschland, um mit Eltern ins Gespräch zu kommen. Ahoi war dabei.

Porträt von 2 Menschen
Als Veranstaltungssponsor sandte Instagram Sprecherin Kira Wong O’Connor aus London, die praktische Tipps gab, wie man Kinder auf der Plattform schützen kann © Priska Lachmann

Laut einer Studie nutzen 38 Prozent der Neun- bis Elfjährigen ein Smartphone. Doch während sich der technologische Fortschritt in rasantem Tempo entwickelt, stagniert die menschliche Adaptionsfähigkeit. „Statt an Altem festzuhalten, wäre es klüger, gemeinsam mit unseren Kindern zu wachsen und uns mit ihren Interessen auf Augenhöhe zu beschäftigen", erklärt der Sprecher der Telekom-Initiative „Teachtoday", Thomas Schmidt, während der „Blogfamiliär"-Veranstaltung in den Räumen der HABA Digitalwerkstatt. Patricia Cammarata vom Blog „Das Nuf" warnt in ihrem Vortrag, dass eine Zeitbegrenzung der Medienzeit, wie sie beispielsweise die WHO vorschreibt, nicht zielführend sei.

Besser sei es, gemeinsam mit den Kindern ihre Welt zu erforschen, sich zeigen zu lassen, was sie begeistert und ihre Welt niemals schlechtzumachen. Es sei gut möglich, dass Eltern den aktuellen YouTuber nicht so toll finden, aber das bedeutet nicht, dass Eltern pädagogische Helden sind, sondern dass sie sich in einer anderen Lebenswelt bewegen.

WIE MAN KINDERN MEDIENKOMPETENZ BEIBRINGT

»Als Eltern sollte man unbedingt Prozessbegleiter sein. Außerdem sollte man den Kindern beibringen, dass die digitale und analoge Welt eins sind", meint Cammarata. Alles, was analog gilt, gelte auch im Internet. Gemeinsam könne man Geschäftsmodelle und Datenklau hinterfragen und sich Alternativen zu Apps überlegen. Gemeinsam könne man entscheiden, welche Werte man vertreten möchte und feststellen, dass Mobbing nicht okay ist. Die Eltern-Kind-Beziehung werde durch einen solch offenen Umgang gefördert. Wenn Eltern etwas verbieten, das Kind es aber heimlich macht und dann Schwierigkeiten bekommt, könne es sich nicht mehr an die Eltern wenden, ohne Ärger zu befürchten. Besser sei es, den Ideen und der Be­ geisterung des Kindes Aufmerksam­ keit zu schenken und sich in die Welt des Kindes hineinzufühlen. 

Webseiten zum Thema:

www.teachtoday.de wellbeing.instagram.com/unfiltered www.saek.de/leipzig
Buchtipp: „30 Minuten, dann ist aber Schluss“ von Patricia Cammarata

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