Wenn Nahrungsmittel vor Vitaminen und Mineralstoffen bersten, ist von „Superfood“ die Rede. Unter dem Begriff vermarktet die Branche gern exotische Produkte. Doch der heimische Kohl darf sich selbstbewusst einreihen. Was ihm schwerfällt, haftet ihm doch das Image muffiger Traditionsküche an.
Ein Leipziger Trio sagt dem Vorurteil mit seinem „Kohlinarischen Kochbuch“ den Kampf an. Es enthält 33 vegetarische und vegane, warme und kalte Rezepte mit 14 Kohlsorten. Die Rezeptideen stammen von Claudia Tute, die in der Küche auch mal drei Kochbücher nebeneinanderlegt und Ideen neu kombiniert. So hat sie experimentell zu ihrem Erdnuss-Soja-Dressing gefunden – ein Beispiel aus dem Buch. „So bekommt Brokkoli einen ungewöhnlichen Geschmack“, sagt Tute.
Die Leipziger Food-Fotografin Antje Braga hat Kohl und Rezepte auf 128 Seiten verspielt in Szene gesetzt und viele Infos zum Kohl zusammengetragen. Gestaltet wurde das Buch von Illustratorin Slinga.


