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Ideen um Verkleidung selbst zu machen

Halloween auf den letzten Drücker

© Colton Sturgeon auf Unsplash

Halloween steht vor der Tür, die Party ist geplant. Nur das Kostüm fehlt noch. Wer jetzt keine Lust auf volle Geschäfte oder teure Verkleidungen hat, schaut besser erst einmal in den eigenen Kleiderschrank. Zwischen alten Hemden, schwarzen Pullovern und vergessenen Accessoires steckt oft mehr Potenzial, als gedacht. Mit etwas Schminke, Schere und Fantasie entstehen daraus sieben Kostüme, die auch in letzter Minute funktionieren.

Hexe mit selbst gebautem Besen

Ein schwarzes Kleid, ein langer Rock oder ein dunkler Mantel bilden die Grundlage. Dazu passen schwere Stiefel, auffällige Ringe und dunkler Lippenstift. Für den Hexenbesen braucht es keinen Kostümladen. Ein möglichst gerader, stabiler Ast dient als Stiel. An einem Ende wird eine Handvoll dünner Zweige oder Reisig angelegt und mit Paketschnur fest umwickelt. Die Zweige dürfen ruhig unterschiedlich lang sein. Das sieht sogar besser aus als ein perfekt gebundener Besen. Spitze Astenden vorher abschneiden oder abschleifen. Wer noch einen alten Hut findet, hat das Kostüm komplett.

Wednesday Addams – Schwarz geht immer

Manche Kostüme scheitern schon am fehlenden Zubehör. Bei Wednesday Addams ist das anders. Ein schwarzes Kleid, ein weißer Hemdkragen und zwei streng geflochtene Zöpfe reichen für den charakteristischen Look. Alternativ funktioniert ein schwarzer Pullover über einer weißen Bluse. Dazu blasse Schminke, dunkle Augen und möglichst wenig Begeisterung im Gesicht. Gerade Letzteres dürfte nach einer hektischen Kostümsuche nicht schwerfallen.

Vampir ohne Samtumhang

Ein schwarzer Blazer, ein weißes Hemd oder ein dunkles Kleid sind ein guter Anfang. Viel wichtiger ist allerdings das Gesicht. Etwas heller Puder, dunkler Lidschatten und ein wenig rote Schminke am Mundwinkel genügen. Wer Kunstblut zu Hause hat, kann damit nachhelfen. Vampirzähne und Umhang sind optional. Schließlich muss nicht jeder Blutsauger aussehen, als käme er gerade aus einem alten Dracula-Film.

Zombie mit Gebrauchsspuren

Für dieses Kostüm darf Kleidung endlich einmal schlecht aussehen. Ein ausrangiertes Hemd, eine alte Jeans und ein paar gezielte Risse liefern die Grundlage. Mit dunklem Lidschatten entstehen tiefe Augenringe, graue Schminke sorgt für einen fahlen Teint. Ein wenig Kunstblut auf dem Hemd verstärkt den Effekt. Wer mag, zerzaust die Haare und ergänzt ein paar künstliche Schrammen. Am überzeugendsten wirkt der Zombie übrigens mit einem entsprechend müden Gang.

Schwarze Katze aus dem Kleiderschrank

Schwarze Kleidung dürfte sich in vielen Schränken finden. Fehlen nur noch die Ohren. Dafür zwei Dreiecke aus schwarzem Tonpapier ausschneiden und an einem Haarreif befestigen. Ein bisschen Eyeliner für Nase und Schnurrhaare, fertig. Wer es etwas aufwendiger mag, näht aus einem alten schwarzen Stoffrest einen Schwanz. Mit Watte ausgestopft und am Hosenbund befestigt, ergänzt er die Verkleidung. Für die Party reicht aber auch die schlichte Variante.

Vogelscheuche mit Stroh im Haar

Ein kariertes Hemd, eine alte Jeans und ein Strohhut bilden die Grundlage. Wer keinen Hut besitzt, greift zu einer Mütze. Besonders gut passen aufgenähte oder angeheftete Stoffflicken. Dafür einfach kleine Quadrate aus alten Stoffresten schneiden und mit wenigen Stichen befestigen. Ein paar kurze Baststränge lassen sich an den Ärmelenden festnähen. Sie sehen aus wie herausragendes Stroh, ohne ständig auf dem Boden zu landen. Mit braunem Eyeliner können außerdem kleine Nähte auf Wangen und Mundwinkel gezeichnet werden. Ein wenig Rouge auf der Nase rundet die Verkleidung ab.

Gespenst ohne Stolperfalle

Das weiße Bettlaken ist vermutlich das älteste Last-Minute-Kostüm überhaupt. Allerdings sind ausgeschnittene Augenlöcher nicht gerade praktisch. Vor allem dann nicht, wenn der Abend in einem vollen Club endet. Besser funktioniert ein weißes, locker sitzendes Oberteil mit heller Hose. Dazu blasse Schminke und dunkle Schatten unter den Augen. Wer das klassische Laken trotzdem verwenden möchte, sollte es so kürzen und befestigen, dass Sicht und Bewegungsfreiheit erhalten bleiben.

Und wenn selbst dafür die Zeit fehlt?

Dann hilft manchmal schon ein Blick in die hinterste Ecke des Kleiderschranks. Ein alter Anzug, eine Sonnenbrille oder ein ungewöhnlicher Hut können der Anfang einer Verkleidung sein. Nicht jedes Kostüm muss bis ins Detail ausgearbeitet sein. Oft reicht eine erkennbare Idee. Und manchmal ist die improvisierte Variante ohnehin die lustigere.

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