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Gemüse, aber solidarisch

Von A wie Ackereinsatz bis Z wie Zusammenarbeit: Auf dem Hof von KoLa Leipzig wird Landwirtschaft neu gedacht. Die Genossenschaft versucht, Lebensmittel nachhaltig und demokratisch anzubauen.

Folientunnel
Frisches, ökologisch angebautes Obst und Gemüse ist bei KoLa ganzjährig garantiert © KoLa Leipzig eG

Das Konzept von KoLa Leipzig ist eine Mischung aus kooperativer und solidarischer Landwirtschaft. Das Arbeiten auf dem Hof ist insofern kooperativ, da die Mitarbeiter des Hofes und die Ernteabnehmer eine verbindliche Partnerschaft über einen längeren Zeitraum eingehen. Das sorgt für Stabilität und Planbarkeit.

Die Grundsätze der Arbeit auf dem Hof werden jährlich in einer Mitgliederversammlung verhandelt. Außerdem finden freiwillige Ackereinsätze statt, bei denen sich die mehr als 2.000 Mitglieder der Genossenschaft praktisch einbringen können.

Die, die weniger geben können, kriegen einen günstigeren Preis. Julia Glei kümmert sich um die Öentlichkeitsarbeit bei KoLa Leipzig

Solidarisches Preismodell

Um Mitglied zu werden, muss man einmalig 300 Euro als Einlage bezahlen. Diese wird bei einem Austritt aus der Genossenschaft wieder vollständig zurückgezahlt. Mitglieder haben dann die Möglichkeit, sich einen Ernteanteil zu sichern. Abhängig von der Haushaltsgröße kann man zwischen unterschiedlichen Kistengrößen wählen, die wöchentlich mit saisonalem Gemüse aus eigener Ernte bestückt werden.

Die Kisten werden nach einem solidarischen System bepreist, wie Julia Glei von KoLa erklärt: „Es ist uns wichtig, dass sich alle Menschen gesundes, biologisches und nachhaltiges Gemüse leisten können. Die, die gerade viel geben können und wollen, können mehr bezahlen. Die, die weniger geben können, kriegen einen günstigeren Preis.“

Eine Kiste für ein bis zwei Personen kostet dann zwischen 12 und 20 Euro pro Woche. Die Kisten werden abhängig vom Wohnort nach Hause geliefert oder können an einer der 47 Verteilstationen in und um Leipzig abgeholt werden.

Hofladen steht allen offen

Wer sich nicht sicher ist, ob das Angebot von KoLa das Richtige ist, kann auch für zwei Monate testweise Ernteanteile beziehen. Nach Ablauf der Probezeit muss man entscheiden, ob man Mitglied werden möchte.

Die Alternative für alle, die gerne regionales, nachhaltiges Gemüse beziehen möchten – ohne Abo oder Mitgliedschaft: der Hofladen der KoLa. „In der Kiste sind wir mengenmäßig etwas limitiert, im Hofladen ist die Auswahl noch größer“, verrät Julia Glei.

KoLa Leipzig eG
Engelsdorfer Straße 99
Hofladen: Do 16–18 Uhr
www.kolaleipzig.de

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