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NACHHALTIGE SCHULE

Freies Lernen am Frei-Day

Wer morgen eine nachhaltigere Welt gestalten soll, muss heute neue Kompetenzen erwerben. Das ist das Credo der „Frei-Day“-Initiative. 16 Leipziger Schulen machen mit und geben Schülern Raum für selbstorganisierte Projekte.

zusehen ein Kind in der Schule das sich meldet
In Leipzig haben sich mittlerweile 16 Schulen der "Frei-Day"- Initiative angeschlossen, darunter die Kurt-Masur-Grundschule. © Annika Dollmeyer

Immer mehr Schulen integrieren den „Frei-Day“ in ihr Lehrkonzept. Im Kern geht es darum, Schülern innerhalb der Unterrichtszeit ein Stunden-Kontingent für selbst organisierte Projekte einzuräumen. Die wiederum orientieren sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen. Die „Frei- Day“-Initiative fasst die Zielstellung ihres Lernansatzes so zusammen: „Die Schüler von heute sind die Gestalter von morgen. Damit sie unsere Welt nachhaltig und gerecht gestalten können, müs- sen Schulen die Potenzialentfaltung von Kindern und Jugendlichen als Kernaufgabe verstehen.“

In Leipzig haben sich mittlerweile 16 Schulen dem Projekt angeschlossen. Darunter die Kurt-Masur-Grundschule. „Das fing sehr einfach mit einer Müllsammelaktion rund um das Schulgelände an“, erzählt Konrektorin Christiane Dubiel. Müll wurde getrennt und später verzahnt mit dem Werken-Unterricht auf wiederverwertbare Materialien untersucht, zum Teil geschreddert und bearbeitet. So wurden Recycling-Prozesse für Kinder erfahrbar gemacht.

 

Die Welt ein bisschen besser machen

In dutzenden Projekten engagieren sich Schüler inzwischen für Tierwohl, Senioren oder Upcycling von Kleidung. Sie organisieren Kuchenbasare, um etwa für die Partnerschule in Tansania Spenden zu sammeln. Von der ersten Recherche über die Kontaktaufnahme bis zur Präsentation stoßen die Grundschüler auf Herausforderungen.

Kinder finden selbst- ständig Lösungen

Die Motivation, reale Probleme zu meistern, ist meist größer, als über einem Arbeitsblatt zu grübeln. Dabei wird auch mal vergessen, dass der Kuchen, der verkauft werden soll, erst gebacken werden muss. „Auch das haben die Kinder am Ende geschafft. Wir staunen, wie sie immer wieder Lösungen finden“, sagt Dubiel.

Der kurzfristige Nutzen der einzelnen Projekte mag sich in Grenzen halten. Der langfristige Lerneffekt für die Kinder hingegen dürfte sich lohnen. „Selbstorganisation, Problemlösefähigkeiten, Medienkompetenz“, zählt Dubiel auf. „In diesem Sinne erwerben Kinder Alltagskompetenzen, die sie anwenden können. Natürlich mit dem Ziel, die Welt besser zu machen.“

Mehr Informationen: www.frei-day.org

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